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Geheime Dramaturgische Gesellschaft Posts

Next-Generation-Programm zur Club Convention am Schauspiel Leipzig

Du stu­dierst Theaterpädagogik, Darstellendes Spiel oder ande­re ver­wand­te Fächer oder bist BerufsanfängerIn und hast Lust, die Leipziger Club Convention mit­zu­ge­stal­ten?

Die Club Convention, das Festival der Theaterspielclubs des Schauspiel Leipzig, geht in die drit­te Runde und fin­det vom 14. bis 17. Mai 2020 statt. Neben den Premieren der vier Theaterspielclubs ermög­licht ein fach­spe­zi­fi­sches Rahmenprogramm aus unter­schied­li­chen Gesprächs‑, Begegnungs- und Feedbackformaten, einem Fortbildungs-Workshop für Fach-KollegInnen und einer gro­ßen Abschlussparty außer­dem Raum und Gelegenheit für Vernetzung und Austausch.

Das Schauspiel Leipzig ver­gibt 7 Festival-Stipendien

Publikums‑, Feedback- und Fachgespräche – das Sprechen über Theater ist ein regel­mä­ßi­ger Bestandteil thea­ter­päd­ago­gi­scher Praxis. Bereits im drit­ten Jahr gestal­ten die Theaterpädagoginnen des Schauspiel Leipzig das Festival in Kooperation mit der Geheimen Dramaturgischen Gesellschaft (GDG), die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Gespräche anzu­stif­ten und Räume zu schaf­fen, in denen jede/r gut und ger­ne über Theater reden kann.

Das Next-Generation-Programm der Club Convention will dir die Festivalteilnahme, den Austausch über aktu­el­le Themen der Theaterpädagogik und einen Einblick in die Arbeit der Theaterpädagogik am Schauspiel Leipzig und der GDG ermög­li­chen.

In einem Workshop lernst du ver­schie­de­ne kon­kre­te Gesprächsformate sowie grund­le­gen­de Ideen für eine bes­se­re Gesprächskultur am Theater ken­nen. Mit die­sem Rüstzeug gestal­test du dann gemein­sam mit Theaterpädagoginnen des Schauspiel Leipzig und Vertretern der GDG die Feedbackgespräche und das Festivalzentrum der Club Convention.

Im Stipendium inbe­grif­fen: Festivalticket für alle Produktionen der Club Convention, Workshop und Festivalbegleitung mit der GDG, Teilnahme an allen Veranstaltungen des Rahmenprogramms, Unterkunft, Reisekosten.

Termine und Bewerbung:
Vorbereitender Workshop: 13. Mai 2020
Club Convention: 14.–17. Mai 2020
Bewerbungsfrist: 15. April 2020 mit CV und einem kur­zen Motivationsschreiben zur Frage „Wie wol­len wir über Theater reden?“ per E‑Mail an theaterpaedagogik@schauspiel-leipzig.de

Wir freu­en uns auf dei­ne Bewerbung!

Babette Büchele und Anne Tippelhoffer (Theaterpädagoginnen, Schauspiel Leipzig)
Tobias Gralke und Vincent Kresse (Geheime Dramaturgische Gesellschaft)

Fachtreffen „Von Begegnung, Vermittlung und kultureller Teilhabe“ in Wolfenbüttel

Der Bundesverband Freie Darstellende Künste lud Mitte November  in die Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel ein, um sich für vier Tage dem Thema Vermitttlungskunst zu wid­men, in Austausch zu tre­ten und Theorie und Praxis mit­ein­an­der zu dis­ku­tie­ren. Auch wir waren ein­ge­la­den, uns mit einem Impuls zu betei­li­gen. David und Josephine stell­ten unter dem Titel „Vertraut auf die Kunst und das Publikum“ das GDG-Konzept der Gesprächsarchitekturen vor.

Skulpturen des unbe­schrie­be­nen Blattes

So wur­den beim „Rücksitz“ indi­vi­du­el­le Vermittlungsbegriffe bespro­chen, in einem kur­zen Vortrag der Umgang der GDG mit den dar­an geknüpf­ten Fragen erläu­tert und anschlie­ßend mit Hilfe des „Unbeschriebenen Blattes XXL“ über­legt, wel­che Bezugsgruppen eigent­lich wel­ches Interesse an Vermittlung haben. Im Fahrstuhl wur­de notiert, wor­über wir noch spre­chen müs­sen und auf den Toiletten alter­na­ti­ve Begriffe für Vermittlung gesucht (Vorschläge z.B.: Anstiftung zur Selbstermächtigung und Lebenskunst, Kontaktanbahnung, Zugang, Irritation, Einstimmung, Erfahrung).

Es war wun­der­bar, Teil die­ses inten­si­ven Austauschs gewe­sen zu sein, span­nen­de Denkimpulse bekom­men zu haben und tol­le Kolleg*innen ken­nen gelernt haben zu dür­fen. Das Treffen war der Auftakt des Programms „Performing Exchange“ – wir sind gespannt und freu­en uns sehr auf die noch kom­men­den Veranstaltungen der Reihe.

Autorin: Josephine Hock

Wildwechsel-Festival 2019 in Parchim

Woher kommst du?

Vom 14.–19. Oktober 2019 waren wir zu Gast auf dem 4. „Wildwechsel“ – dem wich­tigs­ten Kinder- und Jugendtheaterfestival der ost­deut­schen Bundesländer –, dass die­ses Jahr in Parchim statt­fand. Wir schlu­gen unser Basislager auf und gestal­te­ten die Fachforen zu den ein­zel­nen Inszenierungen genau wie spie­le­ri­sche Gesprächsimpulse im Anschluss an die Aufführungen.

Das „Wildwechsel 2019“ war ein in vie­ler­lei Hinsicht beson­de­res Festival. Auch wenn das Thema der ange­schlos­se­nen ASSITEJ-Werkstatt – „Theater im länd­li­chen Raum“ – wenig mit der meck­len­bur­gi­schen Kreisstadt Parchim (immer­hin 19.000 Einwohner*innen) zu tun hat: Es war eine orga­ni­sa­to­ri­sche Leistung, ein sol­ches Festival dort statt­fin­den zu las­sen. So steht in Parchim zwar das ein­zi­ge staat­li­che Kinder- & Jugendtheater Mecklenburg-Vorpommerns – der Bühnensaal aber ist nicht mehr bespiel­bar und wird nur noch als Lager benutzt. Das Festival ver­teil­te sich dem­entspre­chend auf den Malsaal und die Theaterbar, auf den Marktplatz, in die Stadthalle und in diver­se Klassenzimmer in und um Parchim her­um.

So bestan­den auch vie­le Gelegenheiten zum Austausch mit der Stadtbevölkerung, die sich sehr prä­sent, offen und inter­es­siert am Festivalprogramm zeig­te. Beim fei­er­li­chen „Parchim Dinner“, beim künst­le­ri­schen Stadtspaziergang und am Rande von Aufführungen misch­ten sich ange­reis­te Fachbesucher*innen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus der Stadt. In den Gesprächen wur­de deut­lich: Viele Menschen in Parchim gehen ger­ne in ihr Theater und neh­men eine sol­che Festivalwoche mit Inszenierungen aus Berlin, Leipzig, Chemnitz und ande­ren Städten den­noch dank­bar an und auf. Die im Landtagswahljahr 2019 viel dis­ku­tier­te Transformationsgeschichte der neu­en Bundesländer schien nicht nur in die­sen Gesprächen rele­van­ter denn je. Als im Rahmen der Chemnitzer Aufführung „Aufstand der Dinge“ gefragt wird, wer im Publikum „aus der DDR“ kom­me, mel­de­ten sich fast alle Kinder.

Am letz­ten Abend wur­den in der Parchimer Stadthalle die Preise ver­ge­ben, erst­mals von kei­ner Fachjury, son­dern von jeweils einer eige­nen Kinder- und Jugendjury. DJ Hajo erfüll­te noch bis in die Nacht jeden ein­zel­nen Musikwunsch und sorg­te für einen mehr als wür­di­gen Festivalabschluss. Jetzt ist das „Wildwechsel“ erst­mal vor­bei – aber es bleibt eine der wich­tigs­ten kul­tur­po­li­ti­schen Aufgaben, mit sol­chen Festivals die Regionen abseits der Zentren auf­zu­su­chen. In die­sem Sinne: Wir freu­en uns auf das nächs­te „Wildwechsel“!

Text: Tobias Gralke

Fotos: GDG

SDL 2019 – Ein Auftakt

Am Sonntag den 22.09. gestal­ten wir auf dem SDL um 15:30 die Openair-Eröffnung. Wir wol­len dafür ein Stück insze­nie­ren. Alle gemein­sam, drau­ßen und unge­probt. Wir wol­len uns den Raum des Festivals erschlie­ßen. Wir wol­len zu einer Gemeinschaft wer­den. Einer Gemeinschaft mit Kopfhörern.

Daher bit­ten wir alle Teilnehmenden des Festivals sich im Vorfeld fol­gen­de Datei auf ein mobi­les Audioabspielgerät (also ein Handy oder ein MP3-Player) zu laden:

Auftakt-SDL19 MP3 (Es han­delt sich um eine ZIP-Datei wel­che vor Verwendung noch ent­packt wer­den muss)

Wir freu­en uns auf eine fan­tas­ti­sche Woche mit guten Gesprächen, einem dis­kur­si­ven Basislager und einer kol­lek­ti­ven Auftaktchoreografie.

Credits:

Stimmen: Kira Tschernjak, Fabius Walldorf, Florian Schade, Helene Haase, Johanna Engel, Noah Kolberg
Musik: The Fisherman ‑Don’t be afraid of the ghosts
Pipe Choir Records – Stand Up
Elexive – Tonic and Energy
via Soundcloud
Schnitt: Saskia Scheffel


Reflexionsworkshop zum Sommertheater des Theater am Markt Eisenach

Der letz­te Applaus ist ver­hallt, die Tribüne im Schlosshof ist abge­baut und die Kostüme wan­dern in den Fundus. Das Sommertheater des Theater am Markt in Eisenach ist für die­ses Jahr vor­bei. Zum Abschluss der Produktion gab es Sekt. Und einen Reflexionsworkshop mit Stephan und Saskia.

Der Workshop stand im Zeichen der Arbeit. Wie haben wir gear­bei­tet? Haben wir uns über­ar­bei­tet? Wie wol­len wir arbei­ten? Im Rücksitz wur­den zunächst gegen­sei­tig die Höhen und Tiefen der ande­ren nach­voll­zo­gen.

Beim Sprachziergang ging es um Arbeitsstrukturen, Abläufe und inter­ne Kommunikationsstrukturen. Was braucht es mehr? Was weni­ger? Und wo steckt noch Potenzial? Es wur­de unter ande­rem über Mehrfachbelastung und Transparenz gespro­chen. Die eige­nen Meinungen konn­ten anschlie­ßend in ver­schie­de­nen Raumdiagrammen auf dem Marktplatz auf ihre Breitenwirksamkeit unter­sucht wer­den. Die wohl größ­te Einigkeit herrsch­te bei der Forderung, dass bit­te zukünf­tig jede*r sein Geschirr abspü­len soll.

An der Tafel des gro­ßen Fressens muss­te zunächst jede*r sei­nen Platz fin­den. Kenne ich alle Sponsoren des Sommertheaters? Sehe ich mich spä­ter Beruflich am Theater? Wo lie­gen mei­ne Grenzen? Die Platzschilder sorg­ten für diver­se Diskussionen an der Kaffeetafel.

Doch vor allem floss der Sekt und spä­ter auch eini­ge Tränen. Es gab beweg­te Toasts auf das Sommertheater, auf das tol­le Ensemble, den Enthusiasmus aber auch auf das Übertreten der eige­nen Grenzen. Es gab emo­tio­na­le Abschiede und Vorfreude aufs nächs­te Jahr.

 Wir freu­en uns, dass wir dabei sein durf­ten.

Volkstheaterfestival Karlsruhe

Vom 19.–21. Juli war Tobias als Vertreter der GDG am Staatstheater Karlsruhe zu Gast. Das soge­nann­te „Volkstheater“ ist dort seit eini­gen Jahren eine eige­ne Sparte für Theater mit nicht-professionellen Darsteller*innen. An die­sem Wochenende wur­den beim jähr­li­chen „Volkstheaterfestival“ die neu­en Arbeiten von ins­ge­samt acht Theaterlaboren gezeigt. Wir gestal­te­ten die Nachgespräche zwi­schen Publikum und Produktionsteams.

So divers wie die Gruppen, so ver­schie­den waren auch die Gespräche: Bei man­chen stand kon­struk­ti­ves Feedback im Vordergrund, bei ande­ren das Formulieren offe­ner Fragen. In eini­gen ging es um die indi­vi­du­el­le Seherfahrung, in wie­der ande­ren um die Begegnung zwi­schen Menschen ver­schie­de­ner Altersstufen.  Über vie­len Gesprächen stand dar­um die Frage, wie ein gleich­be­rech­tig­ter Austausch zwi­schen allen Teilnehmenden einer Aufführung aus­se­hen kann. Alle waren stark besucht und mit dem letz­ten Wort nicht zu Ende.

Teilnehmende beim Format Rücksitz

Am Sonntag zog die Festivalgemeinde in die Stadt, wo in einem zwi­schen­ge­nutz­ten Raum die letz­te Aufführung statt­fand. An ein offe­nes Stückende schlos­sen wir die „Kartographie“ an:  Alle Teilnehmenden waren ein­ge­la­den, den Raum mit Fragen, Gedanken und Anmerkungen zu mar­kie­ren und an den jewei­li­gen Orten ins Gespräch zu kom­men. Drinnen war es noch hei­ßer als drau­ßen. Es gab Pizza für die Spielenden. Und was von dort an Gesprächsanfängen mit­ge­nom­men wur­de, wis­sen die Post-Its, die geblie­ben sind.

© Sarah Swantje Fischer
© Sarah Swantje Fischer

Schülertheatertreffen Sachsen 2019 – #TheaterundRaum

Sieben Gruppen von Schülerinnen und Schülern waren Ende Juni ein­ge­la­den, ihre Inszenierungen im Rahmen des STTS am Theater der jun­gen Welt Leipzig zu prä­sen­tie­ren. Mit Anna, Josephine, Saskia und Willi waren auch wir mit­ten­drin – im nun­mehr vier­ten Jahr durf­ten wir das Festival beglei­ten, haben ein Basislager errich­tet, Formate für die Gespräche unter Spielenden erdacht, Toiletten mit Fragen ver­se­hen, Festivaleindrücke in Knetfiguren ver­ar­bei­tet und beim Basslager auf­ge­legt.

Das STTS stand in die­sem Jahr unter dem Motto „Theater und Raum“. Unsere Fragen brei­te­ten sich aus, füll­ten die Ecken mit „Welchen Ort des Festivals hast bis­her nur du ent­deckt?“ und „Wer beherrscht den Raum?“. Beim Speeddating konn­ten sich die Teilnehmenden rund um das Thema (T)Raumtheater aus­tau­schen. Auf gro­ßen Planen wur­den nach den Stücken ers­te Seheindrücke ver­ewigt und beim Laberfeuer mit Himbeerbrause Probenstrukturen dis­ku­tiert. In den Gesprächen unter Spielenden wur­den raum­fül­len­de Collagen gebas­telt und Nebenräume zu Standbild-Bühnen umfunk­tio­niert. Die Box des blin­den Aktionismus war in den Pausen prä­sent und dank einer Knetstation hat das STTS jetzt ganz vie­le neue Maskottchen.

KOST, die Kooperation Schule & Theater, fei­er­te mit Torte ihren fünf­ten Geburtstag. Das Festival zeig­te, wie viel die Initiative geschafft hat – das Niveau der gezeig­ten Inszenierungen beein­druck­te uns und das Sprechen über Theater hat einen hohen und selbst­ver­ständ­li­chen Stellenwert für die Teilnehmenden.

Herzlichen Dank, dass wir auch in die­sem Jahr Teil des STTS sein durf­ten. Auf ein Neues!

Symposium RECHT(E) HABEN innerhalb der Festwoche zu 50 Jahren GRIPS Theater

Das GRIPS Theater ist eine Institution mit der wir schon seit einer Weile ver­bun­den sind, auf die wir häu­fig tref­fen und mit der wir schon eini­ge male zusam­men­ge­ar­bei­tet haben. Umso mehr freut es uns an der Festwoche zum 50jährigen Bestehen die­ses Theaters mit­ge­wirkt zu haben. Als Teil die­ser Festwoche fand vom 11.–14.Juni 2019 das inter­na­tio­na­le Symposium RECHT(E) HABEN statt, wel­ches sich mit Kinderrechten im Kinder- und Jugendtheater aus­ein­an­der­setz­te.

Mit Formaten auf den Wegen zwi­schen den Spielstätten, einem Begegnungspicknick mit über 150 Kindern auf dem Hansaplatz und einem klei­nen Basislager im Podewill haben wir Impulse und Gesprächsanlässe ange­bo­ten und dis­kur­si­ves gesam­melt. Beim abschlie­ßen­den Lagerfeuer stell­ten wir einen Beichtstuhl auf und ver­ga­ben Symposiumsgästen ihre „Sünden“.

Jonas und Willi ver­wen­de­ten erst­mals unse­ren Fragen-Kombinator als spie­le­ri­schen Eisbrecher zu Beginn des Symposiums. Die so ent­stan­de­nen Fragen wol­len wir euch natür­lich nicht vor­ent­hal­ten:

  • Ist Kapitalismuskritik im Theater eine ästhe­ti­sche Entscheidung?
  • Sind Festivals für Kinder- und Jugendtheater in der Praxis eine ästhe­ti­sche Entscheidung?
  • Ist Autor*innenschaft als polit­scher Protest ein Luxusproblem?
  • Ist der der Begriff Kinder- und Jugendtheater auch für Eltern eine Freude?
  • Ist Regietheater mit Bühnennebel in Angesicht der poli­ti­schen Situation in Deutschland immer das klei­ne­re Übel?
  • Sind Jugendliche (musi­ka­lisch) rei­ne Geschmackssache?
  • Ist Populismus in Europa unser Erbe?
  • Sind Kinderrechte rein Begrifflich Kinderleicht?
  • Ist Innovation struk­tu­rell gese­hen sel­ten Kindgeeignet?
  • Ist Innovation als Konzeptkunst sel­ten Kindgeeignet?
  • Sind Jugendliche mora­lisch gese­hen zuviel?
  • Ist Kindheit ohne Konzept ambi­va­lent?
  • Ist Nachbereitung im Sinne des Klimaschutzes in gro­ßer Anzahl ein Zeitverschwendung?
  • Ist die Freiheit der Kunst ego­zen­trisch?
  • Sind per­for­ma­ti­ve Zugänge ego­zen­trisch?
  • Sind Künstler*innen struk­tu­rell gese­hen ein Ärgernis?
  • Ist kul­tu­rel­ler Austausch ledig­lich eine Utopie?
  • Ist ein 50jähriges Jubiläum als Plattform zeit­ge­mäß?
  • Sind Institutionen für alle eine Chance?
  • Sind Institutionen nie zeit­ge­mäß?
  • Ist Innovation aus Perspektive des Publikums mit Bühnennebel eine Lebensgrundlage?

Es war wun­der­bar so vie­le Menschen und Inszenierungen aus ver­schie­dens­ten Ländern ken­nen zu ler­nen und hof­fen sie wie­der­zu­se­hen. Vielleicht sogar im GRIPS.

Augenblick mal! – Wir sehen uns

Fünf von uns waren auf dem Augenblick Mal! Festival 2019. In der Woche vom 7.5. bis zum 12.5. gab es viel zu sehen und zu tun. Die Formate aus dem Handbuch „Zwischen Publikum und Bühne. Vermittlungsformate für die frei­en dar­stel­len­den Künstedes Performing Arts Programm Berlin wur­den in der Nachgesprächsreihe „Face it“ prä­sen­tiert.  Anna, David und Jonas haben unse­ren Beitrag zu die­sem Handbuch – die Formate „unbe­schrie­be­nes Blatt“, „Kartographie“ und „mobi­ler Nach(t)spaziergang“ – ange­lei­tet.

Auch Petra und Willi misch­ten in der Vermittlung des Augenblick Mal! mit. Mit Bierdeckelfragen, Freigetränken, Memory-Partner*innen und ande­ren Impulsen gestal­te­ten sie ein Get-Together zu Festivalbeginn. Am Samstagabend, führ­ten sie unser ers­tes Barcamp durch. Hier wur­de ein Raum geschaf­fen, alle auf dem Festival auf­ge­sto­ße­nen Themen und Fragen gen Ende des Festivals noch ein­mal auf­zu­grei­fen und zu dis­ku­tie­ren.

Besonders an Augenblick Mal! war für uns, dass wir durch die ver­schie­de­nen Aufgabenbereiche, mit denen wir auf dem Festival prä­sent waren, die beson­de­re die Chance hat­ten, uns unbe­tei­ligt gegen­sei­tig zu beob­ach­ten – Quasi eine Strukturbeobachtung der Strukturbeobachtung vor­zu­neh­men. Wir haben gro­ße Lust die ver­wen­de­ten Formate gemein­sam wei­ter zu ent­wi­ckeln. Gerne auch auf und mit dem Augenblick Mal!

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Barcamp

»Club Convention« am Schauspiel Leipzig 2019

Vom 22.–26. Mai waren Willi und Tobias bei der »Club Convention« am Schauspiel Leipzig im Einsatz: Das Festival ver­sam­melt die neu­en Produktionen der vier Spielclubs und soll zudem den Austausch der Gruppen unter­ein­an­der ermög­li­chen. Für vier Tage gehö­ren die Bühnen und Foyers des Schauspielhauses den nicht-professionellen Spieler*innen zwi­schen 14–89 Jahren.

Gemeinsam mit einer von uns ange­lei­te­ten Gruppe von thea­ter­päd­ago­gi­schen Stipendiat*innen aus Erlangen, Hannover, Hildesheim, Merseburg und Hamburg war die Geheime Dramaturgische Gesellschaft bereits zum zwei­ten Mal in Folge ein gestal­ten­der und beob­ach­ten­der Teil des Festivals: Im Foyer der »Diskothek« schlu­gen wir unser Basislager auf, in einem mehr­tä­gi­gen Workshop erprob­ten und reflek­tier­ten wir Gesprächsformate und Feedbackmethoden wie den »Rücksitz« und das »Unbeschriebene Blatt«.

Die auf dem Festival ange­bo­te­nen Nachgespräche dien­ten uns als Beobachtungsgegenstand, um eini­ge grund­le­gen­de Fragen an thea­ter­päd­ago­gi­sche Austauschformate und Festivals wie die »Club Convention« zu stel­len: Wer spricht dort mit wem? Was ist das Ziel sol­cher Gespräche? Wer will was von wem wis­sen? Und wie las­sen sich auch auf sol­chen Festivals, bei denen das berech­tig­te Bedürfnis nach der gemein­sa­men Feier der eige­nen Arbeit im Vordergrund steht, Räume für ver­schie­de­ne Seherfahrungen und kon­struk­ti­ves Feedback schaf­fen?

Nach einer lan­gen Partynacht mit vie­len gelös­ten Gesprächen pack­ten wir unse­re Kisten wie­der zusam­men und fuh­ren mit vie­len Eindrücken und Denkanstößen nach Hause.

Als Einblick in unser Basislager, hier noch das vom Publikum der Leipziger »Club Convention« geschrie­be­ne Theater-ABC:

Auto­sug­ges­ti­on / Alltag / Augen­schmaus / Anti­ke / Alma / Anschrei­en

Bretter, die die Welt bedeu­ten / Babette / Busch / Brecht

Chemie / Chaos

Diskonebel

Elite / Emily

Fanatiker / Fantasie

Große Fragen

Hauptrollenakteur*in / Habitation

Ich, Ich, Ich, WIR / Integration

Jugendlichkeit / Jule / Jenny

Kill your Darlings! / Kleist

Licht / Liebe

Machen!!! / Materialschlacht / Marionettentheater

Nachmacher!

Ohnmachtsängste / Ooooooooh!

Pause / Performance

Quatsch / Quelle / Quodlibet

REAKTION gleich AKTION

Spaß / Spannung

Textarbeit / Toi, Toi, Toi!

Unterhaltung / Umnachtung / Umarmung

Vulgärästhetik / Vergissmeinnicht

Wettbewerb ? / Weltordnung / Werbung / Walter Zissmann

X‑malige Wiederholungen

Yves Hinrichs / Y ist immer schwie­rig

Zur-Schau-stellen / Zupfen / Zauber

Fangnetz für offe­ne Fragen
Theater – ABC
Eine Frage des Vertrauens
Nehmt doch Platz
Schau dich um. Wer fehlt hier?
Grundsitzdiskussion mit der GDG und den Stipendiat*innen
ODER?!
Wer hat noch nicht, wer will noch­mal?
Das unbe­schrie­be­ne Blatt
Bierdeckelfragen