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Monat: Juli 2018

GDG goes herr*krit – Reflexionen (auf) einer herrschaftskritischen Sommeruni

Was ist eigent­lich Kritik? Was ist Herrschaftskritik? Wie sieht es aus, wenn sich 500 jun­ge und jung­ge­blie­be­ne Menschen eine Woche unter die­sem Motto tref­fen, gemein­sam pro­duk­tiv sein und Herrschaftskitik fei­ern wol­len?

Auf jeden Fall viel­fäl­tig, auf jeden Fall bunt. Beim Versuch einer genaue­ren Beschreibung, ent­zieht sich herr*krit jedoch jedem label.

Natürlich gibt es Workshops, auch. Es gibt Crashkurse, auch. Und selbst­ver­ständ­lich gibt es Feiern. Aber ist herr*krit eine Workshopreihe: Nein. Ist herr*krit ein Festival, nicht ganz. herr*krit will mehr. herr*krit ver­sucht ein Raum zu sein, für eine Gruppe, die sich selbst sucht und immer wie­der fin­det.

 Ein kurz­wei­li­ges Utopia, zu des­sen Reflektion wir ein­ge­la­den wur­den. Für den Abschluss am Freitag kon­zi­pier­ten wir zahl­rei­che Formate, die viel­fäl­ti­ge Kommunikationen zwi­schen den Gästen und den Organisator*innen von herr*krit ermög­lich­ten, um so die diver­sen, im Laufe der Woche gesam­mel­ten Erfahrungen für zukünf­ti­ge Veranstaltungen nutz­bar wer­den zu las­sen – aus ihnen zu ler­nen. Wir bedan­ken uns bei allen Beteiligten für ein wirk­lich beein­dru­cken­des Erlebnis.

Internationales Figurentheaterfestival BLICKWECHSEL 2018 in Magdeburg

Eine Woche lang waren wir auf dem inter­na­tio­na­len Figurentheaterfestival Blickwechsel zu Gast. Wir haben Gespräche geführt, ange­stif­tet, auf­ge­schnappt und mit­ge­hört; haben Produktionen gese­hen, Ästhetiken, Formen und Inhalte dis­ku­tiert; haben über Strukturen, Arbeitsbedingungen, Hierarchien und Begriffe gestrit­ten. Vieles davon haben wir im Basislager, das das Foyer in Beschlag genom­men hat doku­men­tiert.

Wir haben unse­re Gespräche und Beobachtungen zu Thesen ver­dich­tet. Der Titel, unter dem das Diskursprogramm auf die­sem Festival stand, lau­te­te Aufbruch. Ein Aufbruch ist eine offe­ne Suche, ist die Provokation des Neuen, des Unbekannten, des Unabgeschlossenen. Und somit kann auch unser Beitrag nur das sein: Eine unab­ge­schlos­se­ne und nicht kohä­ren­te Sammlung; Eine Menge, die uns gegen­über­steht und uns angeht; ein Plädoyer, das auf­for­dert sich zu ihm zu ver­hal­ten.

Die nun fol­gen­de Liste greift Diskurse auf, die uns wäh­rend der Festivaltage beschäf­tigt haben. Eine Auswahl von 15 Thesen prä­sen­tier­ten wir als Impuls beim Double-Diskurs, der im Rahmen des Festivals statt­fand.