"Enter" drücken, um zum Inhalt weiterzugehen

Kategorie: Uncategorized

3. Klausurtagung der GDG

Wir haben 2018 an so vie­len Projekten gear­bei­tet wie noch nie. Ein Wochenende lang haben wir uns des­halb bei unse­rer 3. Klausur vom 16.–18.11. Zeit genom­men das ver­gan­ge­ne Jahr zu reflek­tie­ren und das kom­men­de Jahr anzu­den­ken und vor­zu­be­rei­ten. Unser Dank geht an die­ser Stelle noch ein­mal an das Stellwerk Weimar für das Zurverfügungstellen der Räumlichkeiten.

Außerdem haben wir uns Zeit genom­men unser Format der Preisverleihung zu pro­ben. In Ermangelung eines Festivalprogramms haben wir dafür Youtube‐Videos benutzt. Hier die Ergebnisse:

Bester Schnitt – Kung Fury → https://www.youtube.com/watch?v=bS5P_LAqiVg

Größtes Fremdschämpotential – Service is Selling → https://www.youtube.com/watch?v=LXmShIyjJvg

ange­mes­se­ne Länge – Too many cooks → https://www.youtube.com/watch?v=QrGrOK8oZG8

Bester Hintergrund – BP Spills Coffee → https://www.youtube.com/watch?v=2AAa0gd7ClM

Klarster Moment von „Das kann ich auch“ – 3 Minute Meal → https://www.youtube.com/watch?v=Vf8fB7DUSkg

Aufregendste Bartfrisur – The Horribly Slow Murderer with the Extremely Inefficient Weapon by Richard Gale → https://www.youtube.com/watch?v=9VDvgL58h_Y

Größtes Ego – David für die stand­haf­te Vertretung eige­ner Positionen in der Preisverleihung

Schönste Auflösung – 3 minu­te meal → https://www.youtube.com/watch?v=Vf8fB7DUSkg

Beste Nahaufnahme – Die Nuss

Klarste Form – too many cooks → https://www.youtube.com/watch?v=QrGrOK8oZG8

fast ero­tischs­ter Moment – Ylvis – The Cabin → https://www.youtube.com/watch?v=ua1FAlHt_Ys

Schönstes Objekt – Die hand­ge­trie­be­ne Kupferschüssel aus Cooking with Apples – The Victorian Way → https://www.youtube.com/watch?v=v9xvCuO33Ao

Das Ding will ich haben – Der Mixer aus „Will It Blend? Iphone X“ → https://www.youtube.com/watch?v=KWqw5SpITg8

Bestes Zusammenspiel – Jumpin Jive – Cab Calloway and the Nicholas Brothers → https://www.youtube.com/watch?v=_8yGGtVKrD8

buf­figs­ter Buffer – Wintergatan – Marble Machine → https://www.youtube.com/watch?v=IvUU8joBb1Q

Authentischster Dialekt/Akzent – Der Rasssismus Workshop → https://www.youtube.com/watch?v=tWpyfxxL6Lc

Hintergründigste Hintergrundmusik – Selling is Service → https://www.youtube.com/watch?v=LXmShIyjJvg

Furore 2018 – Internationales Festival für junges Theater

Vom 18.–22. Juli war die Akademie für Darstellende Kunst in Ludwigsburg ein klei­nes Zentrum für Europäisches Theater: Über 60 Künstler*innen aus 10 ver­schie­de­nen Nationen zeig­ten ihre Produktionen, fei­er­ten und spra­chen mit­ein­an­der. Auch wir waren vier Tage lang dabei, haben uns unter die Festivalgemeinde gemischt, Gespräche initi­iert und Preise ver­lie­hen.

Unser Basislager erstreck­te sich über das gan­ze Festivalgelände zwi­schen ADK‐Foyer und Innenhof. Das Publikum konn­te in den Gängen Eindrücke und Fragen zu den Inszenierungen tei­len oder auf den Toiletten Regeln für ein gutes Gespräch oder ein inter­na­tio­na­les Festival auf­stel­len. Auch als Übersetzer*in für die ver­schie­de­nen Sprachen des Programms konn­te sich mit­tels far­big mar­kier­ten Wäscheklammern regis­triert wer­den.

 asd

 asd

An den Nachmittagen und Abenden luden wir zu for­ma­tier­ten Themengesprächen: Mit Picknickdecken und Obstkörben sprach­zier­ten wir in den nahe­ge­le­ge­nen Park, um uns über das Festivalthema „Widersprüchliche Identitäten“ aus­zu­tau­schen. Am Long Table wur­de mit Künstler*innen und Besucher*innen über Formen und Strategien der Inszenierung von Gender dis­ku­tiert. Und bis in die Nächte ver­sam­mel­ten wir uns um den LED‐erleuchteten Thinking Pool, um den jewei­li­gen Festivaltag gemein­sam Revue pas­sie­ren zu las­sen.

Den Abschluss bil­de­ten die ers­te von uns auf Englisch gehal­te­ne Preisverleihung und eine Nacht vol­ler lan­ger, gelös­ter Gespräche über Theater, Europa, Arbeit und Politik und die Zusammenhänge, die wir fan­den.

 
Ein herz­li­cher und gol­de­ner Dank geht an das Furore‐Team und alle Beteiligten!

Preisverleihung

Best solo action – Viktor Rabl with „Heimat von oben“

Best laug­hing – Frank the tech­ni­ci­an during the con­cert of Шапка

Most shiny teeth shi­ne – The Noodle Truck lady

Best sta­ge hog ena­b­le­ment – Alice Bogaerts, the direc­tor of “BURT

Best pri­ze cate­go­ry – Best moment, in which a con­fet­ti shoo­ter should have been shot, but wasn’t

Tired insi­de, back awa­ke – “The power of unknown cha­os”

Best rock bandШапка, for per­forming punk in the non‐punk envi­ron­ment of the ADK foy­er

Best moment, in which a con­fet­ti shoo­ter should have been shot, but wasn’t – “InBetween”, for the moment in which the heart beats for the last time

Best non‐happening – The fes­ti­val team for for­get­ting the date with the team of “Schöner Wird’s Nicht”

Courage to ugli­ness – “KRUM. The crea­ti­on of the world” for the ugly cha­rac­ters they brought on sta­ge

Best per­son with red shoes – Johann Diel from the fes­ti­val team

Best use of paper pie­ces – Lukas Schädler and hel­pers for inven­ting tit­les of upco­m­ing fes­ti­val edi­ti­ons

Best yoga pos­tu­reШапка for the “Kakerlake” as a part of their warm‐up

Best orga­ni­sa­ti­on – The bar team for the unex­pec­ted Friday night out­door par­ty

Best moment of love – Marielle Layher in “Hasen‐Blues. Stopp” for the … con­fes­si­on of love

Best musicWojciech Kondzielnik in “Awakening”

Best body ten­si­onFyodor Dostoyevsky and Sabina Machačová in “A Gentle Spirit”

Piece which I nee­ded a ciga­ret­te after – “Awakening”

Most plea­sant absence of direc­ting – The GDG for restrai­ning as faci­lia­tors during the long table gen­der talk

Best black‐out – “InBetween” for the black‐out during which the tech­ni­ci­an was seen and loo­ked like a ghost

Best grand­ma – Leon Singer for taking care of the team of “The Words of Others” (with joker)

Best ges­tu­re of embarr­ass­mentWojciech Kondzielnik in “Awakening” for try­ing not to attract atten­ti­on after acci­dent­al­ly hit­ting his gui­tar during the quiet moments after a naked and ecsta­tic group dance

Best could‐have‐been – The pre­sence of visi­tors from Ludwigsburg at this fes­ti­val

Best ani­mal sound – Anna Russell‐Martin for her sheep sound during the cere­mo­ny

Most like­ab­le tech­ni­ci­an – Friedemann Klappert for being the most fri­end­ly Technical Manager around 

Best Moment of Love – Marielle Layher in „Hasen_Blues.Stopp“ for her unpre­ten­tious con­fes­si­on of love

STTS 2018 – Runde drei!

Theaterschaffende Schüler*innen aus ganz Sachsen fei­er­ten Theater vom 6. bis 9. Juni unter dem Motto „Theater und Politik“ im Opernhaus Chemnitz. Drei Tage lang zeig­ten und dis­ku­tier­ten 119 Schüler*innen aus sechs Theatergruppen im Rahmen des Schülertheatertreffens 2018 ihre dies­jäh­ri­gen Produktionen, ihre Gedanken und Gefühle zur Zukunft unse­rer Gesellschaft. Und wir waren – inzwi­schen das drit­te Jahr in Folge – mit dabei.

Wir haben Nachgespräche für die ein­zel­nen Produktionen und ein poli­ti­sches Basislager ent­wor­fen, in denen und dem die Schüler*innen gleich­be­rech­tigt zu Wort kom­men konn­ten. Auf gro­ßen Tafeln wur­de über die Zukunft des Theaters debat­tiert, in einem über­di­men­sio­nal gro­ßen Buch “Ideen für eine bes­se­re Welt” gesam­melt.  So ent­stand ein ange­reg­ter Austausch, alle Facetten des Festival‐Mottos betref­fend, über kon­kre­te Aufführungen, Theater und Politik im Allgemeinen und das Festival an sich.

Wir haben ein Speeddating ver­an­stal­tet und uns unter die Festivalbesucher*innen gemischt, haben viel Theater gese­hen und fast noch mehr über Theater gere­det.

Auf öffent­li­chen Planen und in gehei­men Briefen wur­den Aufführungen enga­giert dis­ku­tiert, bei einem Picknick ent­spannt über die Festivalerlebnisse geplau­dert. Am abend­li­chen Laberfeuer wur­de musi­ziert und auf der Terrasse impro­vi­siert.

Zu guter letzt ver­wan­del­te sich am Freitagabend das Basislager in ein hoch­en­er­ge­ti­sches Basslager. Es wur­de aus­gie­big getanzt – mit will­kom­me­ner Abkühlung in Form einer Eisverleihung.

Wir bedan­ken uns bei allen Gruppen sowie der Organisation für drei ein­drucks­vol­le, unter­halt­sa­me und bewe­gen­de Tage.

Danke dafür!

Conni

Ästhetik des Dialogs – Austausch als künstlerische Praxis · 2. Jahrestagung der Geheimen Dramaturgischen Gesellschaft

Wie lässt sich Austausch über die dar­stel­len­den Künste als eige­ne künst­le­ri­sche Praxis den­ken? Unter die­ser Fragestellung laden wir zur 2. Jahrestagung der Geheimen Dramaturgischen Gesellschaft. Als Geheime Dramaturgische Gesellschaft beschäf­ti­gen wir uns mit Gesprächsanstiftung und reden viel über Theater und ande­re Künste, über kul­tur­po­li­ti­sche Strukturen und Festivalarchitekturen. Wir sehen das Gespräch und die Gestaltung von Gesprächssituationen nicht nur als admi­nis­tra­ti­ve, päd­ago­gi­sche oder ver­mit­teln­de Tätigkeit son­dern ganz expli­zit als eine künst­le­ri­sche Praxis.

Auf unse­rer 2. Jahrestagung wol­len wir in Austausch tre­ten mit Interessierten und Praktizierenden aus den unter­schied­lichs­ten Kontexten. Wir wol­len Eure Ansätze und Strategien ken­nen­ler­nen und unse­re eige­nen vor­stel­len. Wir wol­len mit Euch Bestehendes dis­ku­tie­ren und neue Ideen spin­nen. Wir wol­len ein Wochenende gemein­sam ver­brin­gen und gestal­ten. Wir wol­len mit Euch reden.

Die Jahrestagung ist ein Werkstattwochenende, an dem Zeit ist, aus dem all­täg­li­chen Tun her­aus­zu­tre­ten, um gemein­sam mit ande­ren die eige­ne Arbeit zu reflek­tie­ren und neue Impulse und Anregungen mit­zu­neh­men. Die 2. Jahrestagung der GDG wird ein Projekt aller Teilnehmenden sein, zu dem alle ihre Expertisen, Gedanken und hel­fen­den Hände bei­tra­gen: Uns inter­es­siert, aus wel­chen Kontexten Ihr kommt, wel­che Haltung Ihr zur künst­le­ri­schen Praxis in Austauschformaten mit­bringt, bzw. was euch an die­sem Thema inter­es­siert. Das Tagungsprogramm wird durch alle Teilnehmenden gemein­sam gestal­tet und ent­wi­ckelt sich dar­aus, wel­che Fragestellungen oder Erfahrungen Ihr ein­brin­gen wollt. Die Form, in der die­se in der Struktur der Jahrestagung auf­tau­chen (ob als kur­zer Input, Gesprächsrunde mit einer offe­nen Frage, Werkstatt zur Ideen‐ oder Formatentwicklung, usw.), ent­wi­ckeln wir als GDG in Absprache mit Euch. Nach der Anmeldung neh­men wir mit Euch dazu tele­fo­nisch Kontakt auf.

Das Programm soll neben der inhalt­li­chen Auseinandersetzung beson­ders auch Zeit für Austausch beim gemein­sa­men Kochen, Essen, Spielen, Spazierengehen oder am Laberfeuersitzen las­sen.

Ort der Jahrestagung ist vom 24. bis 26. August 2018 der Kunsthof Friedrichsrode (kunsthof-friedrichsrode.de). Die Kosten pro Person für Vollpension, Tagungsgetränke (Kaffee, Tee, Wasser), Materialien, Abschlussdokumentation und die Tagungsräume betra­gen 100 € / Person im Mehrbettzimmer oder 140 € / Person im Doppelzimmer.

Wir freu­en uns, wenn Du dabei bist und bit­ten um eine Anmeldung unter jahrestagung.geheimedramaturgischegesellschaft.de. Insgesamt sind 40 Plätze zu ver­ge­ben. Die Platzvergabe geschieht anhand der Eingangsdaten der Anmeldungen. Anmeldeschluss ist der 3. Juni 2018. Wenn Du noch Fragen hast, schreib uns an jahrestagung@geheimedramaturgischegesellschaft.de.

Wir wol­len mit Dir reden!

Jonas Feller, Anna‐Sophia Fritsche, Constantin Krell, Vincent Kresse, Stephan Mahn & Wilhelm Werner Wittig

Geheime Dramaturgische Gesellschaft

Wildwechsel 2017

Schon 2015 beglei­te­ten wir das Wildwechsel Festival für Kinder‐ und Jugendtheater. Damals im E‐Werk Weimar, die­ses Jahr im Kraftwerk Mitte in Dresden. Das Kraftwerk Mitte ist der neue Kreativstandort Dresdens. Und wie es sich für Kreativität gehört benö­tigt die­se Synergien. Die gibt es in Dresden geballt, schon allein auf­grund des­sen das sich die Staatsoperette und das Theater Junge Generation ein Foyer tei­len. Das heißt, Alt und Jung sich gegen­sei­tig die Klinke in die Hand drü­cken. Die künst­le­ri­sche Leitung um Katrin Behrens und Christoph Macha luden uns ein, eine Ecke des Foyers zu unse­rem Dokumentations‐, Sammel‐, Diskurs‐ und Aufenthaltsort – dem Basislager – zu machen. Wir luden die Besucher*innen des Festivals dazu ein, die Kulturprogramme der gro­ßen Parteien zu lesen und zu kom­men­tie­ren, wir erstell­ten mit­hil­fe eini­ger hun­dert bun­ter Klebepunkte Stimmungsbilder zu den Fragen „Braucht es Theaterpreise?“ und „Wie geht es dir heu­te?“. Wir stell­ten rie­si­ge Pappen zur Verfügung um sei­ne Meinungen, Fragen, Glückwünsche oder jeg­li­che Art von Äußerung zu den Wettbewerbs‐ und Gastgeberinszenierungen fest­zu­hal­ten und gestal­ten die Inszenierungsgespräche für Fachbesucher*innen.

Für die Inszenierungsgespräche blie­ben uns pro Wettbewerbsproduktion nur 30 Minuten. Für uns war klar, das in die­ser Zeit Gespräche nur begon­nen wer­den konn­ten. Wir ent­war­fen also Formate in denen wir gemein­sam mit den Fachbesucher*innen und Künstler*innen Impulse für ein Sprechen nach dem Inszenierungsgespräch her­vor­brin­gen woll­ten. Gemeinsam mit den Teilnehmenden bil­de­ten wir Gesprächsgruppen über die Auswahl von Lebkuchenformen, spra­chen 8 Minuten am Stück wäh­rend uns jemand zuhör­te ohne uns zu unter­bre­chen, wir spa­zier­ten durch das Foyer, wir gestal­te­ten mit all unse­ren Aufführungserfahrungen ein lee­res Blatt Papier und frag­ten uns, wäh­rend wir einen Nach.Ruf für eine Inszenierung ver­fass­ten „Was bleibt?“.

Wir haben eini­ge Formate die wir schon oft ver­wen­det haben für neue Räume und Gruppengrößen adap­tiert, wir haben spon­tan unse­ren Plan geän­dert da unse­re Konzeption rea­lis­tisch nicht umzu­set­zen war, wir haben neue Formate das ers­te Mal in die Tat umset­zen kön­nen. Wir haben viel gelernt und eini­ges an Fragen für unse­re inter­ne Klausur im Oktober auf­stel­len kön­nen. Zum Abschluss des Festivals erhiel­ten wir fol­gen­de, hier anony­mi­sier­te, Nachricht:

Besten Dank euch für die aber­mals groß­ar­ti­ge Festival‐Begleitung. Ihr ward schon in Weimar für mich der Punkt, der das Festival beson­ders gemacht und für die­ses wirk­lich tol­le Begleitprogramm sowie die Wohlfühlatmosphäre und Streitkultur gesorgt hat. Das ist euch wie­der geglückt und ich habe es sehr genos­sen.

Wir sagen vie­len Dank und freu­en uns auf ein nächs­tes Mal!

 

Dokumentation der Jahreskonferenz der Dramaturgischen Gesellschaft

In der neu­en Ausgabe der Zeitschrift der Dramaturgischen Gesellschaft dra­ma­tur­gie ist unser Beitrag zur Konferenzdokumentation erschie­nen. Die kom­plet­te Ausgabe fin­det ihr hier (unser Beitrag beginnt auf Seite 15) und unse­ren Beitrag ein­zeln hier.

Während der Konferenz im Januar haben wir viel Material pro­du­ziert, von dem nur ein Teil in die­sen Beitrag ein­flie­ßen konn­te. Wir wol­len gern auch all das mit euch tei­len, was sonst nicht ver­öf­fent­licht wür­de:

How we speak about Theatre for Young Audiences?

Workshop mit Jonas Feller in Kapstadt beim 19. ASSITEJ World Congress Cradle of Creativity am 19. und 20. Mai 2017 im Rahmen des Focus Day Theatre as Education. 

Mit ca. 15 inter­na­tio­na­len Teilnehmenden wur­den an zwei Tagen Gesprächsformate, die ein Gespräch auf Augenhöhe zwi­schen allen Teilnehmenden ermög­li­chen, erprobt und bespro­chen. Nachdem der ers­te Tag vor allem dem gemein­sa­men Ausloten von Erfahrungen mit und Visionen von Gesprächen und dem Sprechen über das Sprechen gewid­met war, ging es am zwei­ten Tag nach dem gemein­sa­men Aufführungsbesuch um das prak­ti­sche Erproben ein­zel­ner Formate.

Es hat sich gezeigt, der Bedarf nach Gesprächen und Menschen, die die­se anlei­ten kön­nen und wol­len ist über­all vor­han­den. Der World Congress war da lei­der kei­ne Ausnahme. Denn außer den Gesprächen im Workshop (und natür­lich all den Privatgesprächen) ließ das Festivalprogramm Gespräche über Aufführungen ver­mis­sen.

Eine Erkenntnis die bereits beim Wildwechsel 2015 auf­kam: Festivals die Theater für Kinder und Jugendliche machen haben schein­bar Schwierigkeiten ihr Zielpublikum (Kinder und Jugendliche) und ihr zwei­tes Zielpublikum (Fachpublikum und Theaterschaffende) zusam­men und vor allem in Dialog zu brin­gen. Da ist auf jeden Fall noch Arbeit zu leis­ten und ich hof­fe, dass wir als GDG da einen Beitrag zusteu­ern kön­nen.

Talking about thea­t­re is a con­ti­nuous enga­ge­ment with per­for­man­ces and espe­ci­al­ly important for young audi­en­ces and their reflec­tion of art. But often tal­king about per­for­man­ces is a mode­ra­ted q&a with the artists tal­king about their work and only litt­le space for exchan­ge to speak about the expe­ri­en­ces of the audi­ence made during and after the show. Discussions about and post‐processing of per­for­man­ces can be more than tal­king about inten­ti­ons, pur­po­ses and ide­as of the artists: they can be a space to issue the audi­en­ces expe­ri­en­ces and collec­tive refle­xi­on; they got poten­ti­al for an exchan­ge at eye level – bet­ween artists and audi­ence, bet­ween child­ren, youngs­ters and adults. Instead of speaking about sta­ging and pro­duc­tion con­cepts and dra­ma­tur­gies one can ask: What did you expe­ri­ence? What do you remem­ber? How do you feel now com­pa­red to how you felt befo­re the per­for­mance? When tal­king about indi­vi­du­al expe­ri­ence, ever­y­bo­dy is an expert (not only the artists, pro­fes­sio­nals and adults) – an expert for the own expe­ri­ence. This kind of talk is focu­sed on the exchan­ge of expe­ri­en­ces made.

The work­shop deals with methods, stra­te­gies and for­mats for crea­ting and mode­ra­ting non‐hierarchical dis­cus­sions. It is about taking the audience’s expe­ri­en­ces serious­ly and to value the jud­ge­ments and opi­ni­ons of the others. Especially for tal­king with child­ren and youngs­ters such non‐hierarchical space and being seen as equal dia­lo­gue part­ners is essen­ti­al.

The work­shop will focus on methods which can be used for talks and post‐processing with child­ren and youngs­ter. The for­mats have dif­fe­rent func­tions but all of them enab­le a low based ent­ry in dis­cus­sions which inclu­des ever­y­bo­dy and gives an oppor­tu­ni­ty for par­ti­ci­pa­ti­on to ever­y­bo­dy.“

(Workshop‐Abstract im Konferenzprogramm)

Fachtag Publikumsgenerierung und Vermittlung

Was braucht Kulturvermittlung? Produktionsbedingungen für Vermittlungstätigkeiten in der frei­en Szene“

Die Geheime Dramaturgische Gesellschaft war ein­ge­la­den einen Impulsvortrag über Ihre Arbeit auf dem Fachtag des Performing Arts Programms Berlin zu hal­ten  und mit an einem Tischgespräch mit dem Fachpublikum ins Gespräch zu kom­men.

Die Geheime Dramaturgische Gesellschaft sucht Mitstreiter_innen

Gespräche anstif­ten – Utopien ent­wer­fen – Begegnungsorte schaf­fen

Was ist dei­ne Perspektive auf Schultheater? Was wünschst du dir von Aufführungen? Was sind dei­ne Erwartungen, Fragen, Themen?
Willst du mehr als „nur“ Theater sehen?
Dann hast du im September 2016 die Chance dazu. Denn vom 18.–24. September 2016 fin­det das Bundesfestival “Schultheater der Länder” (SDL*16), ver­an­stal­tet vom Bundesverband Theater in Schulen e.V. und der LAG Spiel & Theater Thüringen e.V. in Erfurt statt. Das Rahmenthema des Festivals ist “Theater.Sprache”.
Ein wich­ti­ger Aspekt von Sprache im Theater ist das Sprechen über Theater. Dazu schlägt die Geheime Dramaturgische Gesellschaft ihre Zelte in Erfurt auf. Wir wol­len Orte schaf­fen, um sich zu begeg­nen, Gespräche anstif­ten, Fragen auf­wer­fen und die­se auch doku­men­tie­ren. Wichtig ist uns, dass dabei jede Meinung gleich­be­rech­tigt ste­hen darf, egal ob sie von Lehrer_innen, Schüler_innen, Theatermacher_innen etc. kommt, egal ob es eine aus­for­mu­lier­te Kritik oder Zeichnung der Lieblingsszene ist.

Wir suchen Jugendliche ab 16 Jahren für das SDL*16, die Lust dar­auf haben mit uns auf dem Festival immer wie­der neue Gesprächsimpulse und  Rahmen zu set­zen, in denen wild dis­ku­tiert wer­den kann. Vom 18. bis 23.09.2016  wol­len wir mit euch zum Beispiel Lieder sin­gen und Manifeste schrei­ben, die Stimmen und Gedanken des Publikums auf gro­ßen Planen sam­meln oder Theaterschaffende auf eine Runde Mario Kart her­aus­for­dern. Ihr könnt alle Aufführungen sehen und nehmt an der Festivalverpflegung teil.

Wir wer­den unser Basislager auf dem SDL*16 im Theater Erfurt auf­schla­gen. Dieses Basislager wird Ausgangspunkt für unse­re Aktionen und offe­ner Raum für Gespräche sein. Was sol­che Aktionen sein könn­ten und wie wir über Theater spre­chen kön­nen und wol­len, möch­ten wir mit euch bei einem zwei­tä­gi­gen Workshop am 27./28.08. in Erfurt ent­wer­fen und pla­nen.   Wenn du dabei sein willst, schreib uns bis zum 19. Juni eine Mail an basislager@geheimedramaturgischegesellschaft.de in der du kurz eine der fol­gen­den Fragen beant­wor­test und etwas über dich und dei­nen Zugang zum Theater schreibst.
Wozu Theater? Welches Theater willst du? Worüber woll­test du am Theater schon immer mal reden, hast  dich aber nicht getraut oder gedurft?

Wir freu­en uns auf dich.
Die Jungs von der Geheimen Dramaturgischen Gesellschaft.
Rafael, Jonas, Conni, Vincent & Willi

Die Auschreibung als PDF