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Fünf Dinge – Der Theaterpodcast der Geheimen Dramaturgischen Gesellschaft. Folge 1: Sinn & Unsinn von digitalen Theaterangeboten

Wir prä­sen­tie­ren unse­ren haus­ei­ge­nen Podcast der Geheimen Dramaturgischen Gesellschaft: „Fünf Dinge“. In jeder Episode tau­schen wir uns mit einem Gast über Kunstvermittlung, Beteiligung und Gesprächsgestaltung aus. In unse­rem Auftakt spre­chen Josephine Hock und David Vogel mit Malte Andritter vom Jungen Volkstheater Wien über „Sinn & Unsinn von digi­ta­len Theaterangeboten“. Wir freu­en uns über Eure Reaktionen.

DISTANZ-LOS-GEHEN – Ein Spaziergang

16:00 Uhr war es so weit. Dreizehn Menschen wähl­ten eine ihnen zuge­los­te Nummer und bei drei­zehn ande­ren klin­gel­te das Telefon. Und dann wur­de tele­fo­niert. Ein Schüler tele­fo­nier­te mit einer Schauspielerin, ein frei­er Theatermacher mit einem Lehrer für dar­stel­len­des Spiel, zwei Theaterpädagoginnen mit­ein­an­der.

In den meis­ten Fällen kann­ten sich die­se Personen vor­her nicht. Zwei ehe­ma­li­ge Kommiliton*innen nut­zen das Telefonat zum gegen­sei­ti­gen Update, zwei Kolleginnen lie­ßen sich neue Partner*innen zu losen.

Am Anfang stand wohl bei Vielen eine Unsicherheit. Wer ruft mich an und wor­über sol­len wir reden? Aber dann ent­stan­den Gespräche die teil­wei­se über eine Stunde dau­er­ten. Es ging um Unsicherheiten in der aktu­el­len Situation, Ideen wie Theater gera­de funk­tio­nie­ren kann, das Entdecken von Parallelen in den ver­schie­de­nen Arbeiten, auch wenn man sich noch nie gese­hen hat. Vor allem aber war es schön, ein­mal jemand Neuen ken­nen zu ler­nen und inten­siv ins Gespräch zu kom­men.

Auf Theaterfestivals neh­men wir uns immer wie­der vor, Menschen mit­ein­an­der ins Gespräch zu brin­gen, die sonst nicht mit­ein­an­der reden wür­den. Beim DISTANZ-LOS-GEHEN gelingt dies selbst­ver­ständ­li­cher, ein­fa­cher und umfang­rei­cher, als es auf einem Festival mög­lich wäre. Allein schon des­halb, weil die räum­li­che Trennung plötz­lich kei­ne Rolle mehr spielt. Und ein Gespräch zwi­schen Schüler*innen und Schauspieler*innen pas­siert in die­ser Selbstverständlichkeit und in der Hierachiearmut des gemein­sa­men Flanierens, wohl nur wenn man zusam­men am Lagerfeuer sit­zen kann.

Aus den Gesprächen ent­ste­hen Postkarten für ein ARCHIV DER ISOLATIONS-THEATER-IDEEN. Diese ver­öf­fent­li­chen wir auf unse­rem Blog, sobald sie ein­tref­fen. Solltest du noch Anmerkungen zu dem Format und dei­nen Erfahrungen haben, schrei­be ger­ne an vincent@geheimedramaturgischegesellschaft.de.

Zwischenarbeitstreffen „Hi 2025“

Am 7. März beglei­te­ten Tobias und Willi das Zwischenarbeitstreffen der Hildesheimer Bewerbung um den Titel „Europäische Kulturhauptstadt 2025“. Nach dem erfolg­rei­chen Einzug in die Endauswahl waren Vertreter*innen aus Kultur, Politik, Soziales, Wirtschaft und Sport ein­ge­la­den, sich über die kom­men­den Schritte infor­mie­ren zu las­sen und inhalt­lich mit­zu­den­ken.

Die Geheime Dramaturgische Gesellschaft gestal­te­te Reflexionsflächen, auf denen die Teilnehmenden ihre Gedanken und Hintergründe ver­schrift­li­chen konn­ten. So wur­de z.B. nach der per­sön­li­chen Einstellung zur Kulturhauptstadtbewerbung und der schlimms­ten Befürchtung dem Prozess gegen­über gefragt. Auf der „Wand der stei­len Thesen“ wur­den Ideen und O‑Töne aus den Arbeitsgruppen in zuge­spitz­ter Form an die Tagungsgemeinschaft zurück­ge­spielt.

Insgesamt wur­de ein gro­ßes Bedürfnis sei­tens der Teilnehmenden sicht­bar, nicht nur punk­tu­ell ein­ge­bun­den zu wer­den, son­dern aktiv mit­zu­ge­stal­ten. Daran schließt sich die Frage an, wo im wei­te­ren Verlauf aus­rei­chend Räume und Zeiten für Partizipation sind – und wie an die Stelle einer Rhetorik des „Mitnehmens“ und „Abholens“ ein inklu­si­ves, diver­ses und ver­bin­den­des Stadtprojekt tre­ten kann. An Ideen und Motivation, das wur­de an die­sem Samstagnachmittag deut­lich, man­gelt es nicht.

Wand der stei­len Thesen

1. Beet-hoven – wir brau­chen eine Rüben-Sinfonie.

2. Hildesheim ist abge­häng­ter als Chemnitz.

3. Wenn Europa die Idee ist, ist eine 12-köpfige Jury die Realität.

4. Es gibt kei­ne Zukunft ohne Smartphone.

5. 500.000 € vom Land sind ein unschlag­ba­rer Startvorteil.

6. Das Leitungsteam ist divers.

7. Es braucht weni­ger EU-Flaggen und mehr euro­päi­sche Politik.

8. Viele Menschen spre­chen Englisch, aber nur weni­ge die Sprache des Managements.

9. Kunst ist das Gegenteil von Nachhaltigkeit!

10. Flyer waren schon immer raus­ge­wor­fe­nes Geld.

11. Verbindungen kön­nen lan­ge wei­len.

12. Internationalität muss mehr sein als ÖA.

13. Englische Übersetzung ist euro­zen­tris­tisch, wenn sie allei­ne steht.

14. Menschen wol­len nicht „mit­ge­nom­men wer­den“, son­dern selbst ent­schei­den, ob sie mit­ge­hen.

15. Der Hildesheimer an sich ist stur und lebt zurück­ge­zo­gen.

16. Es ist leich­ter, „alle“ zu sagen, als alle auf­zu­zäh­len und mit­zu­den­ken.

17. Die Kulturhauptstadt löst alle Probleme.

18. Wir brau­chen Rampen als Kunstprojekte.

19. Von der Kulturhauptstadt wer­den nur die Kulturmanager pro­fi­tie­ren, nicht die Hildesheimer*innen.

20. Zuckerrüben ste­hen für den Beginn der indus­tri­el­len Revolution, die uns heu­te die Lebensgrundlagen zer­stört, und für maxi­mal unge­sun­de Ernährung.

21. Kunst darf ver­schwen­de­risch sein, aber nicht zer­stö­re­risch.

22. Kostenloser Bus- + Bahnverkehr – dafür alle Kulturförderung ver­wen­den! J

23. Deutsche wol­len immer irgend­wo sie­gen.

24. Die Innerste und die Bierbörse las­sen Menschen aus Lissabon eher kalt.

25. Kulturhauptstadt sein heißt auch zu wis­sen, was man mit „Kultur“ meint.

26. Kaffeefahrten holen Senior*innen auch ab.

27. Die Leute sind so inter­es­siert, dass wir auch mehr Zeit gehabt hät­ten. 28. In der heu­ti­gen Zeit kann es nicht mehr dar­um gehen, Widersprüche auf­zu­lö­sen, son­dern mehr dar­um, gera­de die­sen wertsch

Reflexionsworkshop zum Sommertheater des Theater am Markt Eisenach

Der letz­te Applaus ist ver­hallt, die Tribüne im Schlosshof ist abge­baut und die Kostüme wan­dern in den Fundus. Das Sommertheater des Theater am Markt in Eisenach ist für die­ses Jahr vor­bei. Zum Abschluss der Produktion gab es Sekt. Und einen Reflexionsworkshop mit Stephan und Saskia.

Der Workshop stand im Zeichen der Arbeit. Wie haben wir gear­bei­tet? Haben wir uns über­ar­bei­tet? Wie wol­len wir arbei­ten? Im Rücksitz wur­den zunächst gegen­sei­tig die Höhen und Tiefen der ande­ren nach­voll­zo­gen.

Beim Sprachziergang ging es um Arbeitsstrukturen, Abläufe und inter­ne Kommunikationsstrukturen. Was braucht es mehr? Was weni­ger? Und wo steckt noch Potenzial? Es wur­de unter ande­rem über Mehrfachbelastung und Transparenz gespro­chen. Die eige­nen Meinungen konn­ten anschlie­ßend in ver­schie­de­nen Raumdiagrammen auf dem Marktplatz auf ihre Breitenwirksamkeit unter­sucht wer­den. Die wohl größ­te Einigkeit herrsch­te bei der Forderung, dass bit­te zukünf­tig jede*r sein Geschirr abspü­len soll.

An der Tafel des gro­ßen Fressens muss­te zunächst jede*r sei­nen Platz fin­den. Kenne ich alle Sponsoren des Sommertheaters? Sehe ich mich spä­ter Beruflich am Theater? Wo lie­gen mei­ne Grenzen? Die Platzschilder sorg­ten für diver­se Diskussionen an der Kaffeetafel.

Doch vor allem floss der Sekt und spä­ter auch eini­ge Tränen. Es gab beweg­te Toasts auf das Sommertheater, auf das tol­le Ensemble, den Enthusiasmus aber auch auf das Übertreten der eige­nen Grenzen. Es gab emo­tio­na­le Abschiede und Vorfreude aufs nächs­te Jahr.

 Wir freu­en uns, dass wir dabei sein durf­ten.

Symposium RECHT(E) HABEN innerhalb der Festwoche zu 50 Jahren GRIPS Theater

Das GRIPS Theater ist eine Institution mit der wir schon seit einer Weile ver­bun­den sind, auf die wir häu­fig tref­fen und mit der wir schon eini­ge male zusam­men­ge­ar­bei­tet haben. Umso mehr freut es uns an der Festwoche zum 50jährigen Bestehen die­ses Theaters mit­ge­wirkt zu haben. Als Teil die­ser Festwoche fand vom 11.–14.Juni 2019 das inter­na­tio­na­le Symposium RECHT(E) HABEN statt, wel­ches sich mit Kinderrechten im Kinder- und Jugendtheater aus­ein­an­der­setz­te.

Mit Formaten auf den Wegen zwi­schen den Spielstätten, einem Begegnungspicknick mit über 150 Kindern auf dem Hansaplatz und einem klei­nen Basislager im Podewill haben wir Impulse und Gesprächsanlässe ange­bo­ten und dis­kur­si­ves gesam­melt. Beim abschlie­ßen­den Lagerfeuer stell­ten wir einen Beichtstuhl auf und ver­ga­ben Symposiumsgästen ihre „Sünden“.

Jonas und Willi ver­wen­de­ten erst­mals unse­ren Fragen-Kombinator als spie­le­ri­schen Eisbrecher zu Beginn des Symposiums. Die so ent­stan­de­nen Fragen wol­len wir euch natür­lich nicht vor­ent­hal­ten:

  • Ist Kapitalismuskritik im Theater eine ästhe­ti­sche Entscheidung?
  • Sind Festivals für Kinder- und Jugendtheater in der Praxis eine ästhe­ti­sche Entscheidung?
  • Ist Autor*innenschaft als polit­scher Protest ein Luxusproblem?
  • Ist der der Begriff Kinder- und Jugendtheater auch für Eltern eine Freude?
  • Ist Regietheater mit Bühnennebel in Angesicht der poli­ti­schen Situation in Deutschland immer das klei­ne­re Übel?
  • Sind Jugendliche (musi­ka­lisch) rei­ne Geschmackssache?
  • Ist Populismus in Europa unser Erbe?
  • Sind Kinderrechte rein Begrifflich Kinderleicht?
  • Ist Innovation struk­tu­rell gese­hen sel­ten Kindgeeignet?
  • Ist Innovation als Konzeptkunst sel­ten Kindgeeignet?
  • Sind Jugendliche mora­lisch gese­hen zuviel?
  • Ist Kindheit ohne Konzept ambi­va­lent?
  • Ist Nachbereitung im Sinne des Klimaschutzes in gro­ßer Anzahl ein Zeitverschwendung?
  • Ist die Freiheit der Kunst ego­zen­trisch?
  • Sind per­for­ma­ti­ve Zugänge ego­zen­trisch?
  • Sind Künstler*innen struk­tu­rell gese­hen ein Ärgernis?
  • Ist kul­tu­rel­ler Austausch ledig­lich eine Utopie?
  • Ist ein 50jähriges Jubiläum als Plattform zeit­ge­mäß?
  • Sind Institutionen für alle eine Chance?
  • Sind Institutionen nie zeit­ge­mäß?
  • Ist Innovation aus Perspektive des Publikums mit Bühnennebel eine Lebensgrundlage?

Es war wun­der­bar so vie­le Menschen und Inszenierungen aus ver­schie­dens­ten Ländern ken­nen zu ler­nen und hof­fen sie wie­der­zu­se­hen. Vielleicht sogar im GRIPS.

»Club Convention« am Schauspiel Leipzig 2019

Vom 22.–26. Mai waren Willi und Tobias bei der »Club Convention« am Schauspiel Leipzig im Einsatz: Das Festival ver­sam­melt die neu­en Produktionen der vier Spielclubs und soll zudem den Austausch der Gruppen unter­ein­an­der ermög­li­chen. Für vier Tage gehö­ren die Bühnen und Foyers des Schauspielhauses den nicht-professionellen Spieler*innen zwi­schen 14–89 Jahren.

Gemeinsam mit einer von uns ange­lei­te­ten Gruppe von thea­ter­päd­ago­gi­schen Stipendiat*innen aus Erlangen, Hannover, Hildesheim, Merseburg und Hamburg war die Geheime Dramaturgische Gesellschaft bereits zum zwei­ten Mal in Folge ein gestal­ten­der und beob­ach­ten­der Teil des Festivals: Im Foyer der »Diskothek« schlu­gen wir unser Basislager auf, in einem mehr­tä­gi­gen Workshop erprob­ten und reflek­tier­ten wir Gesprächsformate und Feedbackmethoden wie den »Rücksitz« und das »Unbeschriebene Blatt«.

Die auf dem Festival ange­bo­te­nen Nachgespräche dien­ten uns als Beobachtungsgegenstand, um eini­ge grund­le­gen­de Fragen an thea­ter­päd­ago­gi­sche Austauschformate und Festivals wie die »Club Convention« zu stel­len: Wer spricht dort mit wem? Was ist das Ziel sol­cher Gespräche? Wer will was von wem wis­sen? Und wie las­sen sich auch auf sol­chen Festivals, bei denen das berech­tig­te Bedürfnis nach der gemein­sa­men Feier der eige­nen Arbeit im Vordergrund steht, Räume für ver­schie­de­ne Seherfahrungen und kon­struk­ti­ves Feedback schaf­fen?

Nach einer lan­gen Partynacht mit vie­len gelös­ten Gesprächen pack­ten wir unse­re Kisten wie­der zusam­men und fuh­ren mit vie­len Eindrücken und Denkanstößen nach Hause.

Als Einblick in unser Basislager, hier noch das vom Publikum der Leipziger »Club Convention« geschrie­be­ne Theater-ABC:

Auto­sug­ges­ti­on / Alltag / Augen­schmaus / Anti­ke / Alma / Anschrei­en

Bretter, die die Welt bedeu­ten / Babette / Busch / Brecht

Chemie / Chaos

Diskonebel

Elite / Emily

Fanatiker / Fantasie

Große Fragen

Hauptrollenakteur*in / Habitation

Ich, Ich, Ich, WIR / Integration

Jugendlichkeit / Jule / Jenny

Kill your Darlings! / Kleist

Licht / Liebe

Machen!!! / Materialschlacht / Marionettentheater

Nachmacher!

Ohnmachtsängste / Ooooooooh!

Pause / Performance

Quatsch / Quelle / Quodlibet

REAKTION gleich AKTION

Spaß / Spannung

Textarbeit / Toi, Toi, Toi!

Unterhaltung / Umnachtung / Umarmung

Vulgärästhetik / Vergissmeinnicht

Wettbewerb ? / Weltordnung / Werbung / Walter Zissmann

X‑malige Wiederholungen

Yves Hinrichs / Y ist immer schwie­rig

Zur-Schau-stellen / Zupfen / Zauber

Fangnetz für offe­ne Fragen
Theater – ABC
Eine Frage des Vertrauens
Nehmt doch Platz
Schau dich um. Wer fehlt hier?
Grundsitzdiskussion mit der GDG und den Stipendiat*innen
ODER?!
Wer hat noch nicht, wer will noch­mal?
Das unbe­schrie­be­ne Blatt
Bierdeckelfragen

3. Klausurtagung der GDG

Wir haben 2018 an so vie­len Projekten gear­bei­tet wie noch nie. Ein Wochenende lang haben wir uns des­halb bei unse­rer 3. Klausur vom 16.–18.11. Zeit genom­men das ver­gan­ge­ne Jahr zu reflek­tie­ren und das kom­men­de Jahr anzu­den­ken und vor­zu­be­rei­ten. Unser Dank geht an die­ser Stelle noch ein­mal an das Stellwerk Weimar für das Zurverfügungstellen der Räumlichkeiten.

Außerdem haben wir uns Zeit genom­men unser Format der Preisverleihung zu pro­ben. In Ermangelung eines Festivalprogramms haben wir dafür Youtube-Videos benutzt. Hier die Ergebnisse:

Bester Schnitt – Kung Fury → https://www.youtube.com/watch?v=bS5P_LAqiVg

Größtes Fremdschämpotential – Service is Selling → https://www.youtube.com/watch?v=LXmShIyjJvg

ange­mes­se­ne Länge – Too many cooks → https://www.youtube.com/watch?v=QrGrOK8oZG8

Bester Hintergrund – BP Spills Coffee → https://www.youtube.com/watch?v=2AAa0gd7ClM

Klarster Moment von „Das kann ich auch“ – 3 Minute Meal → https://www.youtube.com/watch?v=Vf8fB7DUSkg

Aufregendste Bartfrisur – The Horribly Slow Murderer with the Extremely Inefficient Weapon by Richard Gale → https://www.youtube.com/watch?v=9VDvgL58h_Y

Größtes Ego – David für die stand­haf­te Vertretung eige­ner Positionen in der Preisverleihung

Schönste Auflösung – 3 minu­te meal → https://www.youtube.com/watch?v=Vf8fB7DUSkg

Beste Nahaufnahme – Die Nuss

Klarste Form – too many cooks → https://www.youtube.com/watch?v=QrGrOK8oZG8

fast ero­tischs­ter Moment – Ylvis – The Cabin → https://www.youtube.com/watch?v=ua1FAlHt_Ys

Schönstes Objekt – Die hand­ge­trie­be­ne Kupferschüssel aus Cooking with Apples – The Victorian Way → https://www.youtube.com/watch?v=v9xvCuO33Ao

Das Ding will ich haben – Der Mixer aus „Will It Blend? Iphone X“ → https://www.youtube.com/watch?v=KWqw5SpITg8

Bestes Zusammenspiel – Jumpin Jive – Cab Calloway and the Nicholas Brothers → https://www.youtube.com/watch?v=_8yGGtVKrD8

buf­figs­ter Buffer – Wintergatan – Marble Machine → https://www.youtube.com/watch?v=IvUU8joBb1Q

Authentischster Dialekt/Akzent – Der Rasssismus Workshop → https://www.youtube.com/watch?v=tWpyfxxL6Lc

Hintergründigste Hintergrundmusik – Selling is Service → https://www.youtube.com/watch?v=LXmShIyjJvg

Furore 2018 – Internationales Festival für junges Theater

Vom 18.–22. Juli war die Akademie für Darstellende Kunst in Ludwigsburg ein klei­nes Zentrum für Europäisches Theater: Über 60 Künstler*innen aus 10 ver­schie­de­nen Nationen zeig­ten ihre Produktionen, fei­er­ten und spra­chen mit­ein­an­der. Auch wir waren vier Tage lang dabei, haben uns unter die Festivalgemeinde gemischt, Gespräche initi­iert und Preise ver­lie­hen.

Unser Basislager erstreck­te sich über das gan­ze Festivalgelände zwi­schen ADK-Foyer und Innenhof. Das Publikum konn­te in den Gängen Eindrücke und Fragen zu den Inszenierungen tei­len oder auf den Toiletten Regeln für ein gutes Gespräch oder ein inter­na­tio­na­les Festival auf­stel­len. Auch als Übersetzer*in für die ver­schie­de­nen Sprachen des Programms konn­te sich mit­tels far­big mar­kier­ten Wäscheklammern regis­triert wer­den.

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An den Nachmittagen und Abenden luden wir zu for­ma­tier­ten Themengesprächen: Mit Picknickdecken und Obstkörben sprach­zier­ten wir in den nahe­ge­le­ge­nen Park, um uns über das Festivalthema „Widersprüchliche Identitäten“ aus­zu­tau­schen. Am Long Table wur­de mit Künstler*innen und Besucher*innen über Formen und Strategien der Inszenierung von Gender dis­ku­tiert. Und bis in die Nächte ver­sam­mel­ten wir uns um den LED-erleuchteten Thinking Pool, um den jewei­li­gen Festivaltag gemein­sam Revue pas­sie­ren zu las­sen.

Den Abschluss bil­de­ten die ers­te von uns auf Englisch gehal­te­ne Preisverleihung und eine Nacht vol­ler lan­ger, gelös­ter Gespräche über Theater, Europa, Arbeit und Politik und die Zusammenhänge, die wir fan­den.

 
Ein herz­li­cher und gol­de­ner Dank geht an das Furore-Team und alle Beteiligten!

Preisverleihung

Best solo action – Viktor Rabl with „Heimat von oben“

Best laug­hing – Frank the tech­ni­ci­an during the con­cert of Шапка

Most shiny teeth shi­ne – The Noodle Truck lady

Best sta­ge hog ena­b­le­ment – Alice Bogaerts, the direc­tor of “BURT

Best pri­ze cate­go­ry – Best moment, in which a con­fet­ti shoo­ter should have been shot, but wasn’t

Tired insi­de, back awa­ke – “The power of unknown cha­os”

Best rock bandШапка, for per­forming punk in the non-punk envi­ron­ment of the ADK foy­er

Best moment, in which a con­fet­ti shoo­ter should have been shot, but wasn’t – “InBetween”, for the moment in which the heart beats for the last time

Best non-happening – The fes­ti­val team for for­get­ting the date with the team of “Schöner Wird’s Nicht”

Courage to ugli­ness – “KRUM. The crea­ti­on of the world” for the ugly cha­rac­ters they brought on sta­ge

Best per­son with red shoes – Johann Diel from the fes­ti­val team

Best use of paper pie­ces – Lukas Schädler and hel­pers for inven­ting tit­les of upco­m­ing fes­ti­val edi­ti­ons

Best yoga pos­tu­reШапка for the “Kakerlake” as a part of their warm-up

Best orga­ni­sa­ti­on – The bar team for the unex­pec­ted Friday night out­door par­ty

Best moment of love – Marielle Layher in “Hasen-Blues. Stopp” for the … con­fes­si­on of love

Best musicWojciech Kondzielnik in “Awakening”

Best body ten­si­onFyodor Dostoyevsky and Sabina Machačová in “A Gentle Spirit”

Piece which I nee­ded a ciga­ret­te after – “Awakening”

Most plea­sant absence of direc­ting – The GDG for restrai­ning as faci­lia­tors during the long table gen­der talk

Best black-out – “InBetween” for the black-out during which the tech­ni­ci­an was seen and loo­ked like a ghost

Best grand­ma – Leon Singer for taking care of the team of “The Words of Others” (with joker)

Best ges­tu­re of embarr­ass­mentWojciech Kondzielnik in “Awakening” for try­ing not to attract atten­ti­on after acci­dent­al­ly hit­ting his gui­tar during the quiet moments after a naked and ecsta­tic group dance

Best could-have-been – The pre­sence of visi­tors from Ludwigsburg at this fes­ti­val

Best ani­mal sound – Anna Russell-Martin for her sheep sound during the cere­mo­ny

Most like­ab­le tech­ni­ci­an – Friedemann Klappert for being the most friend­ly Technical Manager around 

Best Moment of Love – Marielle Layher in „Hasen_Blues.Stopp“ for her unpre­ten­tious con­fes­si­on of love

STTS 2018 – Runde drei!

Theaterschaffende Schüler*innen aus ganz Sachsen fei­er­ten Theater vom 6. bis 9. Juni unter dem Motto „Theater und Politik“ im Opernhaus Chemnitz. Drei Tage lang zeig­ten und dis­ku­tier­ten 119 Schüler*innen aus sechs Theatergruppen im Rahmen des Schülertheatertreffens 2018 ihre dies­jäh­ri­gen Produktionen, ihre Gedanken und Gefühle zur Zukunft unse­rer Gesellschaft. Und wir waren – inzwi­schen das drit­te Jahr in Folge – mit dabei.

Wir haben Nachgespräche für die ein­zel­nen Produktionen und ein poli­ti­sches Basislager ent­wor­fen, in denen und dem die Schüler*innen gleich­be­rech­tigt zu Wort kom­men konn­ten. Auf gro­ßen Tafeln wur­de über die Zukunft des Theaters debat­tiert, in einem über­di­men­sio­nal gro­ßen Buch “Ideen für eine bes­se­re Welt” gesam­melt.  So ent­stand ein ange­reg­ter Austausch, alle Facetten des Festival-Mottos betref­fend, über kon­kre­te Aufführungen, Theater und Politik im Allgemeinen und das Festival an sich.

Wir haben ein Speeddating ver­an­stal­tet und uns unter die Festivalbesucher*innen gemischt, haben viel Theater gese­hen und fast noch mehr über Theater gere­det.

Auf öffent­li­chen Planen und in gehei­men Briefen wur­den Aufführungen enga­giert dis­ku­tiert, bei einem Picknick ent­spannt über die Festivalerlebnisse geplau­dert. Am abend­li­chen Laberfeuer wur­de musi­ziert und auf der Terrasse impro­vi­siert.

Zu guter letzt ver­wan­del­te sich am Freitagabend das Basislager in ein hoch­en­er­ge­ti­sches Basslager. Es wur­de aus­gie­big getanzt – mit will­kom­me­ner Abkühlung in Form einer Eisverleihung.

Wir bedan­ken uns bei allen Gruppen sowie der Organisation für drei ein­drucks­vol­le, unter­halt­sa­me und bewe­gen­de Tage.

Danke dafür!

Conni

Ästhetik des Dialogs – Austausch als künstlerische Praxis · 2. Jahrestagung der Geheimen Dramaturgischen Gesellschaft

Wie lässt sich Austausch über die dar­stel­len­den Künste als eige­ne künst­le­ri­sche Praxis den­ken? Unter die­ser Fragestellung laden wir zur 2. Jahrestagung der Geheimen Dramaturgischen Gesellschaft. Als Geheime Dramaturgische Gesellschaft beschäf­ti­gen wir uns mit Gesprächsanstiftung und reden viel über Theater und ande­re Künste, über kul­tur­po­li­ti­sche Strukturen und Festivalarchitekturen. Wir sehen das Gespräch und die Gestaltung von Gesprächssituationen nicht nur als admi­nis­tra­ti­ve, päd­ago­gi­sche oder ver­mit­teln­de Tätigkeit son­dern ganz expli­zit als eine künst­le­ri­sche Praxis.

Auf unse­rer 2. Jahrestagung wol­len wir in Austausch tre­ten mit Interessierten und Praktizierenden aus den unter­schied­lichs­ten Kontexten. Wir wol­len Eure Ansätze und Strategien ken­nen­ler­nen und unse­re eige­nen vor­stel­len. Wir wol­len mit Euch Bestehendes dis­ku­tie­ren und neue Ideen spin­nen. Wir wol­len ein Wochenende gemein­sam ver­brin­gen und gestal­ten. Wir wol­len mit Euch reden.

Die Jahrestagung ist ein Werkstattwochenende, an dem Zeit ist, aus dem all­täg­li­chen Tun her­aus­zu­tre­ten, um gemein­sam mit ande­ren die eige­ne Arbeit zu reflek­tie­ren und neue Impulse und Anregungen mit­zu­neh­men. Die 2. Jahrestagung der GDG wird ein Projekt aller Teilnehmenden sein, zu dem alle ihre Expertisen, Gedanken und hel­fen­den Hände bei­tra­gen: Uns inter­es­siert, aus wel­chen Kontexten Ihr kommt, wel­che Haltung Ihr zur künst­le­ri­schen Praxis in Austauschformaten mit­bringt, bzw. was euch an die­sem Thema inter­es­siert. Das Tagungsprogramm wird durch alle Teilnehmenden gemein­sam gestal­tet und ent­wi­ckelt sich dar­aus, wel­che Fragestellungen oder Erfahrungen Ihr ein­brin­gen wollt. Die Form, in der die­se in der Struktur der Jahrestagung auf­tau­chen (ob als kur­zer Input, Gesprächsrunde mit einer offe­nen Frage, Werkstatt zur Ideen- oder Formatentwicklung, usw.), ent­wi­ckeln wir als GDG in Absprache mit Euch. Nach der Anmeldung neh­men wir mit Euch dazu tele­fo­nisch Kontakt auf.

Das Programm soll neben der inhalt­li­chen Auseinandersetzung beson­ders auch Zeit für Austausch beim gemein­sa­men Kochen, Essen, Spielen, Spazierengehen oder am Laberfeuersitzen las­sen.

Ort der Jahrestagung ist vom 24. bis 26. August 2018 der Kunsthof Friedrichsrode (kunsthof-friedrichsrode.de). Die Kosten pro Person für Vollpension, Tagungsgetränke (Kaffee, Tee, Wasser), Materialien, Abschlussdokumentation und die Tagungsräume betra­gen 100 € / Person im Mehrbettzimmer oder 140 € / Person im Doppelzimmer.

Wir freu­en uns, wenn Du dabei bist und bit­ten um eine Anmeldung unter jahrestagung.geheimedramaturgischegesellschaft.de. Insgesamt sind 40 Plätze zu ver­ge­ben. Die Platzvergabe geschieht anhand der Eingangsdaten der Anmeldungen. Anmeldeschluss ist der 3. Juni 2018. Wenn Du noch Fragen hast, schreib uns an jahrestagung@geheimedramaturgischegesellschaft.de.

Wir wol­len mit Dir reden!

Jonas Feller, Anna-Sophia Fritsche, Constantin Krell, Vincent Kresse, Stephan Mahn & Wilhelm Werner Wittig

Geheime Dramaturgische Gesellschaft