"Enter" drücken, um zum Inhalt weiterzugehen

Kategorie: Preisverleihung

1. Digitale Preisverleihung der Geheimen Dramaturgischen Gesellschaft

Freitag Abend zur Prime-Time adap­tier­ten wir unser Format „Die Preisverleihung“ zum ers­ten mal für den digi­ta­len Raum. Anlass war uns die Fülle und Vielfalt an Selbstinszeniergungsstrategien der Theaterlandschaft, die die Corona-Krise her­vor­bringt.

Die Preisverleihung wur­de erfun­den, um offen und ehr­lich über Aufführungen auf Festivals zu spre­chen – um Abseitiges ins Rampenlicht zu rücken und das hier­ar­chi­sche Prinzip von Preisverleihungen ad absur­dum zu füh­ren. Wir reden in die­sem Showformat rein sub­jek­tiv und neh­men uns das Recht dazu aus der gemein­sa­men Zeit, die wir mit den Spielenden auf einem Festival ver­brin­gen. So wie sie sich auf der Bühne expo­nie­ren, machen auch wir uns angreif­bar. In Zeiten von Corona gibt es die­se Gemeinschaft nicht. Die Spielenden, über deren Videos wir rede­ten, waren (in den meis­ten Fällen) nicht in unse­rem digi­ta­len Raum. Aber: Wir sind zumin­dest die Zielgruppe ihrer Selbstinszenierungen. Zumindest glau­ben wir das. Wir haben so offen und ehr­lich mit­ein­an­der gere­det, wie wir es auch in einer WG-Küche getan hät­ten – aber wir waren uns auch bewusst, dass die aktu­el­le Situation für vie­le Kunstschaffende eine exis­ten­ti­el­le Notlage ist.

Avant Art 2018

Bereits zum drit­ten Mal war die GDG Teil des Avant Art Festivals der frei­en Thüringer Theaterszene. Zwei pro­fes­sio­nel­le und drei Amateur-Produktionen waren ein­ge­la­den, ihre Inszenierungen im art der stadt in Gotha zu zei­gen.

Ein gro­ßer Teil des Festivals fand im „Fundament“ statt, der gera­de ent­ste­hen­den Spielstätte des thea­ters der stadt. Damit bekam auch unser Basislager dort sein Zuhause, inklu­si­ve gemal­tem Wohnzimmer mit Kamin, fal­schem Tierfell und fla­ckern­dem LED-Feuer. Da der Raum Stück für Stück reno­viert wird, durf­ten das Publikum und wir alle unfer­ti­gen Wände direkt bema­len, beschrei­ben und bekle­ben. So wur­de auf die Frage „Was unter­schei­det Profis von Amateuren?“ ein­fach mit Edding auf dem Kalk geant­wor­tet und neue Themenvorschläge in der Sprechblase „Ich will über … reden“ ange­bracht. Außerdem ver­stärk­ten eine Tag-und-Nacht-Kaffee-Station sowie eine rege Kreidestift-auf-den-Toiletten-Diskussion das Basislager. Am Samstag luden wir zu einem Long Table unter der Frage „Was kann/muss ein Festival?“.

Beim Avant Art wer­den vor Ort ein Jury- und ein Publikumspreis ver­ge­ben. Nach der letz­ten Aufführung konn­te bei uns auf die Preisträger*innen gewet­tet wer­den. Unter dem weit­hin ver­nehm­ba­ren Ruf „Wetten, Wetten, Wetten! Fun, Fun, Pfand!“ wuchs die Bieramide der gesetz­ten Bierdosen (es lag übri­gens nur eine Person mit ihrer Prophezeiung rich­tig). Parallel baten wir die Festivalgemeinschaft nach neu­en Preiskategorien und ver­teil­ten schließ­lich wäh­rend der offi­zi­el­len Preisverleihung auf Grundlage des­sen fünf Auszeichnungen, dotiert mit jeweils 25 ct (ein Dosenpfand) an die ein­ge­la­de­nen Inszenierungen.

Beste Fitness: „Verwandlung“ (Greizer Theaterherbst)

Beste Tierdarstellung durch Menschen: „Hundegrenze“ (Studio 44 Nordhausen)

Klarste Farben: „Antrag abge­lehnt“ (thea­ter der stadt gotha)

Alle 30 Themen unse­rer Zeit mit drin: „Konsequenzen“ (Tanztheater Erfurt)

Schimpfwortfülle: „Alice in Runwayland“ (stell­werk Weimar)

Wir bedan­ken uns, auch in die­sem Jahr wie­der Teil des Avant Art Festivals gewe­sen sein zu dür­fen und bli­cken gespannt auf die wei­te­ren Entwicklungen der frei­en Thüringer Theaterszene.

Preisverleihung auf den Schultheatertagen der bayrischen Gymnasien

Preiskategorien und die zuge­hö­ri­gen Preisträger_innen unse­rer Preisverleihung auf den Schultheatertagen der bay­ri­schen Gymnasien 2017 in Bamberg

Warum ein­fach, wenn‘s auch umständ­lich geht – Swimming

Größte Authentizität – Lehrerin, die uns unter­brach, weil Sie die Preisverleihung blöd fand

Bester Song – Die Räuber (Mad World), weil der Song am Ende jedes Stückes ste­hen kann