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Geheime Dramaturgische Gesellschaft Posts

SDL 2019 – Ein Auftakt

Am Sonntag den 22.09. gestal­ten wir auf dem SDL um 15:30 die Openair‐Eröffnung. Wir wol­len dafür ein Stück insze­nie­ren. Alle gemein­sam, drau­ßen und unge­probt. Wir wol­len uns den Raum des Festivals erschlie­ßen. Wir wol­len zu einer Gemeinschaft wer­den. Einer Gemeinschaft mit Kopfhörern.

Daher bit­ten wir alle Teilnehmenden des Festivals sich im Vorfeld fol­gen­de Datei auf ein mobi­les Audioabspielgerät (also ein Handy oder ein MP3‐Player) zu laden:

Auftakt‐SDL19 MP3 (Es han­delt sich um eine ZIP‐Datei wel­che vor Verwendung noch ent­packt wer­den muss)

Wir freu­en uns auf eine fan­tas­ti­sche Woche mit guten Gesprächen, einem dis­kur­si­ven Basislager und einer kol­lek­ti­ven Auftaktchoreografie.

Credits:

Stimmen: Kira Tschernjak, Fabius Walldorf, Florian Schade, Helene Haase, Johanna Engel, Noah Kolberg
Musik: The Fisherman -Don’t be afraid of the ghosts
Pipe Choir Records – Stand Up
Elexive – Tonic and Energy
via Soundcloud
Schnitt: Saskia Scheffel


Reflexionsworkshop zum Sommertheater des Theater am Markt Eisenach

Der letz­te Applaus ist ver­hallt, die Tribüne im Schlosshof ist abge­baut und die Kostüme wan­dern in den Fundus. Das Sommertheater des Theater am Markt in Eisenach ist für die­ses Jahr vor­bei. Zum Abschluss der Produktion gab es Sekt. Und einen Reflexionsworkshop mit Stephan und Saskia.

Der Workshop stand im Zeichen der Arbeit. Wie haben wir gear­bei­tet? Haben wir uns über­ar­bei­tet? Wie wol­len wir arbei­ten? Im Rücksitz wur­den zunächst gegen­sei­tig die Höhen und Tiefen der ande­ren nach­voll­zo­gen.

Beim Sprachziergang ging es um Arbeitsstrukturen, Abläufe und inter­ne Kommunikationsstrukturen. Was braucht es mehr? Was weni­ger? Und wo steckt noch Potenzial? Es wur­de unter ande­rem über Mehrfachbelastung und Transparenz gespro­chen. Die eige­nen Meinungen konn­ten anschlie­ßend in ver­schie­de­nen Raumdiagrammen auf dem Marktplatz auf ihre Breitenwirksamkeit unter­sucht wer­den. Die wohl größ­te Einigkeit herrsch­te bei der Forderung, dass bit­te zukünf­tig jede*r sein Geschirr abspü­len soll.

An der Tafel des gro­ßen Fressens muss­te zunächst jede*r sei­nen Platz fin­den. Kenne ich alle Sponsoren des Sommertheaters? Sehe ich mich spä­ter Beruflich am Theater? Wo lie­gen mei­ne Grenzen? Die Platzschilder sorg­ten für diver­se Diskussionen an der Kaffeetafel.

Doch vor allem floss der Sekt und spä­ter auch eini­ge Tränen. Es gab beweg­te Toasts auf das Sommertheater, auf das tol­le Ensemble, den Enthusiasmus aber auch auf das Übertreten der eige­nen Grenzen. Es gab emo­tio­na­le Abschiede und Vorfreude aufs nächs­te Jahr.

 Wir freu­en uns, dass wir dabei sein durf­ten.

Volkstheaterfestival Karlsruhe

Vom 19.–21. Juli war Tobias als Vertreter der GDG am Staatstheater Karlsruhe zu Gast. Das soge­nann­te „Volkstheater“ ist dort seit eini­gen Jahren eine eige­ne Sparte für Theater mit nicht‐professionellen Darsteller*innen. An die­sem Wochenende wur­den beim jähr­li­chen „Volkstheaterfestival“ die neu­en Arbeiten von ins­ge­samt acht Theaterlaboren gezeigt. Wir gestal­te­ten die Nachgespräche zwi­schen Publikum und Produktionsteams.

So divers wie die Gruppen, so ver­schie­den waren auch die Gespräche: Bei man­chen stand kon­struk­ti­ves Feedback im Vordergrund, bei ande­ren das Formulieren offe­ner Fragen. In eini­gen ging es um die indi­vi­du­el­le Seherfahrung, in wie­der ande­ren um die Begegnung zwi­schen Menschen ver­schie­de­ner Altersstufen.  Über vie­len Gesprächen stand dar­um die Frage, wie ein gleich­be­rech­tig­ter Austausch zwi­schen allen Teilnehmenden einer Aufführung aus­se­hen kann. Alle waren stark besucht und mit dem letz­ten Wort nicht zu Ende.

Teilnehmende beim Format Rücksitz

Am Sonntag zog die Festivalgemeinde in die Stadt, wo in einem zwi­schen­ge­nutz­ten Raum die letz­te Aufführung statt­fand. An ein offe­nes Stückende schlos­sen wir die „Kartographie“ an:  Alle Teilnehmenden waren ein­ge­la­den, den Raum mit Fragen, Gedanken und Anmerkungen zu mar­kie­ren und an den jewei­li­gen Orten ins Gespräch zu kom­men. Drinnen war es noch hei­ßer als drau­ßen. Es gab Pizza für die Spielenden. Und was von dort an Gesprächsanfängen mit­ge­nom­men wur­de, wis­sen die Post‐Its, die geblie­ben sind.

© Sarah Swantje Fischer
© Sarah Swantje Fischer

Schülertheatertreffen Sachsen 2019 – #TheaterundRaum

Sieben Gruppen von Schülerinnen und Schülern waren Ende Juni ein­ge­la­den, ihre Inszenierungen im Rahmen des STTS am Theater der jun­gen Welt Leipzig zu prä­sen­tie­ren. Mit Anna, Josephine, Saskia und Willi waren auch wir mit­ten­drin – im nun­mehr vier­ten Jahr durf­ten wir das Festival beglei­ten, haben ein Basislager errich­tet, Formate für die Gespräche unter Spielenden erdacht, Toiletten mit Fragen ver­se­hen, Festivaleindrücke in Knetfiguren ver­ar­bei­tet und beim Basslager auf­ge­legt.

Das STTS stand in die­sem Jahr unter dem Motto „Theater und Raum“. Unsere Fragen brei­te­ten sich aus, füll­ten die Ecken mit „Welchen Ort des Festivals hast bis­her nur du ent­deckt?“ und „Wer beherrscht den Raum?“. Beim Speeddating konn­ten sich die Teilnehmenden rund um das Thema (T)Raumtheater aus­tau­schen. Auf gro­ßen Planen wur­den nach den Stücken ers­te Seheindrücke ver­ewigt und beim Laberfeuer mit Himbeerbrause Probenstrukturen dis­ku­tiert. In den Gesprächen unter Spielenden wur­den raum­fül­len­de Collagen gebas­telt und Nebenräume zu Standbild‐Bühnen umfunk­tio­niert. Die Box des blin­den Aktionismus war in den Pausen prä­sent und dank einer Knetstation hat das STTS jetzt ganz vie­le neue Maskottchen.

KOST, die Kooperation Schule & Theater, fei­er­te mit Torte ihren fünf­ten Geburtstag. Das Festival zeig­te, wie viel die Initiative geschafft hat – das Niveau der gezeig­ten Inszenierungen beein­druck­te uns und das Sprechen über Theater hat einen hohen und selbst­ver­ständ­li­chen Stellenwert für die Teilnehmenden.

Herzlichen Dank, dass wir auch in die­sem Jahr Teil des STTS sein durf­ten. Auf ein Neues!

Symposium RECHT(E) HABEN innerhalb der Festwoche zu 50 Jahren GRIPS Theater

Das GRIPS Theater ist eine Institution mit der wir schon seit einer Weile ver­bun­den sind, auf die wir häu­fig tref­fen und mit der wir schon eini­ge male zusam­men­ge­ar­bei­tet haben. Umso mehr freut es uns an der Festwoche zum 50jährigen Bestehen die­ses Theaters mit­ge­wirkt zu haben. Als Teil die­ser Festwoche fand vom 11.–14.Juni 2019 das inter­na­tio­na­le Symposium RECHT(E) HABEN statt, wel­ches sich mit Kinderrechten im Kinder‐ und Jugendtheater aus­ein­an­der­setz­te.

Mit Formaten auf den Wegen zwi­schen den Spielstätten, einem Begegnungspicknick mit über 150 Kindern auf dem Hansaplatz und einem klei­nen Basislager im Podewill haben wir Impulse und Gesprächsanlässe ange­bo­ten und dis­kur­si­ves gesam­melt. Beim abschlie­ßen­den Lagerfeuer stell­ten wir einen Beichtstuhl auf und ver­ga­ben Symposiumsgästen ihre „Sünden“.

Jonas und Willi ver­wen­de­ten erst­mals unse­ren Fragen‐Kombinator als spie­le­ri­schen Eisbrecher zu Beginn des Symposiums. Die so ent­stan­de­nen Fragen wol­len wir euch natür­lich nicht vor­ent­hal­ten:

  • Ist Kapitalismuskritik im Theater eine ästhe­ti­sche Entscheidung?
  • Sind Festivals für Kinder‐ und Jugendtheater in der Praxis eine ästhe­ti­sche Entscheidung?
  • Ist Autor*innenschaft als polit­scher Protest ein Luxusproblem?
  • Ist der der Begriff Kinder‐ und Jugendtheater auch für Eltern eine Freude?
  • Ist Regietheater mit Bühnennebel in Angesicht der poli­ti­schen Situation in Deutschland immer das klei­ne­re Übel?
  • Sind Jugendliche (musi­ka­lisch) rei­ne Geschmackssache?
  • Ist Populismus in Europa unser Erbe?
  • Sind Kinderrechte rein Begrifflich Kinderleicht?
  • Ist Innovation struk­tu­rell gese­hen sel­ten Kindgeeignet?
  • Ist Innovation als Konzeptkunst sel­ten Kindgeeignet?
  • Sind Jugendliche mora­lisch gese­hen zuviel?
  • Ist Kindheit ohne Konzept ambi­va­lent?
  • Ist Nachbereitung im Sinne des Klimaschutzes in gro­ßer Anzahl ein Zeitverschwendung?
  • Ist die Freiheit der Kunst ego­zen­trisch?
  • Sind per­for­ma­ti­ve Zugänge ego­zen­trisch?
  • Sind Künstler*innen struk­tu­rell gese­hen ein Ärgernis?
  • Ist kul­tu­rel­ler Austausch ledig­lich eine Utopie?
  • Ist ein 50jähriges Jubiläum als Plattform zeit­ge­mäß?
  • Sind Institutionen für alle eine Chance?
  • Sind Institutionen nie zeit­ge­mäß?
  • Ist Innovation aus Perspektive des Publikums mit Bühnennebel eine Lebensgrundlage?

Es war wun­der­bar so vie­le Menschen und Inszenierungen aus ver­schie­dens­ten Ländern ken­nen zu ler­nen und hof­fen sie wie­der­zu­se­hen. Vielleicht sogar im GRIPS.

Augenblick mal! – Wir sehen uns

Fünf von uns waren auf dem Augenblick Mal! Festival 2019. In der Woche vom 7.5. bis zum 12.5. gab es viel zu sehen und zu tun. Die Formate aus dem Handbuch „Zwischen Publikum und Bühne. Vermittlungsformate für die frei­en dar­stel­len­den Künstedes Performing Arts Programm Berlin wur­den in der Nachgesprächsreihe „Face it“ prä­sen­tiert.  Anna, David und Jonas haben unse­ren Beitrag zu die­sem Handbuch – die Formate „unbe­schrie­be­nes Blatt“, „Kartographie“ und „mobi­ler Nach(t)spaziergang“ – ange­lei­tet.

Auch Petra und Willi misch­ten in der Vermittlung des Augenblick Mal! mit. Mit Bierdeckelfragen, Freigetränken, Memory-Partner*innen und ande­ren Impulsen gestal­te­ten sie ein Get‐Together zu Festivalbeginn. Am Samstagabend, führ­ten sie unser ers­tes Barcamp durch. Hier wur­de ein Raum geschaf­fen, alle auf dem Festival auf­ge­sto­ße­nen Themen und Fragen gen Ende des Festivals noch ein­mal auf­zu­grei­fen und zu dis­ku­tie­ren.

Besonders an Augenblick Mal! war für uns, dass wir durch die ver­schie­de­nen Aufgabenbereiche, mit denen wir auf dem Festival prä­sent waren, die beson­de­re die Chance hat­ten, uns unbe­tei­ligt gegen­sei­tig zu beob­ach­ten – Quasi eine Strukturbeobachtung der Strukturbeobachtung vor­zu­neh­men. Wir haben gro­ße Lust die ver­wen­de­ten Formate gemein­sam wei­ter zu ent­wi­ckeln. Gerne auch auf und mit dem Augenblick Mal!

Finde deine*n Partner*in!
Barcamp

»Club Convention« am Schauspiel Leipzig 2019

Vom 22.–26. Mai waren Willi und Tobias bei der »Club Convention« am Schauspiel Leipzig im Einsatz: Das Festival ver­sam­melt die neu­en Produktionen der vier Spielclubs und soll zudem den Austausch der Gruppen unter­ein­an­der ermög­li­chen. Für vier Tage gehö­ren die Bühnen und Foyers des Schauspielhauses den nicht‐professionellen Spieler*innen zwi­schen 14–89 Jahren.

Gemeinsam mit einer von uns ange­lei­te­ten Gruppe von thea­ter­päd­ago­gi­schen Stipendiat*innen aus Erlangen, Hannover, Hildesheim, Merseburg und Hamburg war die Geheime Dramaturgische Gesellschaft bereits zum zwei­ten Mal in Folge ein gestal­ten­der und beob­ach­ten­der Teil des Festivals: Im Foyer der »Diskothek« schlu­gen wir unser Basislager auf, in einem mehr­tä­gi­gen Workshop erprob­ten und reflek­tier­ten wir Gesprächsformate und Feedbackmethoden wie den »Rücksitz« und das »Unbeschriebene Blatt«.

Die auf dem Festival ange­bo­te­nen Nachgespräche dien­ten uns als Beobachtungsgegenstand, um eini­ge grund­le­gen­de Fragen an thea­ter­päd­ago­gi­sche Austauschformate und Festivals wie die »Club Convention« zu stel­len: Wer spricht dort mit wem? Was ist das Ziel sol­cher Gespräche? Wer will was von wem wis­sen? Und wie las­sen sich auch auf sol­chen Festivals, bei denen das berech­tig­te Bedürfnis nach der gemein­sa­men Feier der eige­nen Arbeit im Vordergrund steht, Räume für ver­schie­de­ne Seherfahrungen und kon­struk­ti­ves Feedback schaf­fen?

Nach einer lan­gen Partynacht mit vie­len gelös­ten Gesprächen pack­ten wir unse­re Kisten wie­der zusam­men und fuh­ren mit vie­len Eindrücken und Denkanstößen nach Hause.

Als Einblick in unser Basislager, hier noch das vom Publikum der Leipziger »Club Convention« geschrie­be­ne Theater‐ABC:

Auto­sug­ges­ti­on / Alltag / Augen­schmaus / Anti­ke / Alma / Anschrei­en

Bretter, die die Welt bedeu­ten / Babette / Busch / Brecht

Chemie / Chaos

Diskonebel

Elite / Emily

Fanatiker / Fantasie

Große Fragen

Hauptrollenakteur*in / Habitation

Ich, Ich, Ich, WIR / Integration

Jugendlichkeit / Jule / Jenny

Kill your Darlings! / Kleist

Licht / Liebe

Machen!!! / Materialschlacht / Marionettentheater

Nachmacher!

Ohnmachtsängste / Ooooooooh!

Pause / Performance

Quatsch / Quelle / Quodlibet

REAKTION gleich AKTION

Spaß / Spannung

Textarbeit / Toi, Toi, Toi!

Unterhaltung / Umnachtung / Umarmung

Vulgärästhetik / Vergissmeinnicht

Wettbewerb ? / Weltordnung / Werbung / Walter Zissmann

X‐malige Wiederholungen

Yves Hinrichs / Y ist immer schwie­rig

Zur‐Schau‐stellen / Zupfen / Zauber

Fangnetz für offe­ne Fragen
Theater – ABC
Eine Frage des Vertrauens
Nehmt doch Platz
Schau dich um. Wer fehlt hier?
Grundsitzdiskussion mit der GDG und den Stipendiat*innen
ODER?!
Wer hat noch nicht, wer will noch­mal?
Das unbe­schrie­be­ne Blatt
Bierdeckelfragen

Jugendjury beim „Treff: Junges Theater in Thüringen“

Für den „Treff: Junges Theater in Thüringen“ wird eine Jugendjury aus Menschen zwi­schen 16 und 27 gesucht, die sich aktiv in die Thüringer Theaterszene ein­brin­gen (zum Beispiel als Spieler*innen, FSJler*innen, lei­den­schaft­li­che Zuschauer*innen), jedoch noch nicht auf dem Weg zur Professionalisierung, bspw. durch ein Studium in der Richtung, sind. Diese suchen gemein­sam mit einer Jury aus beruf­lich Theaterschafenden die Produktionen für den 24. Treff aus. Außerdem gestal­ten sie gemein­sam mit Saskia und Vincent von der Geheimen Dramaturgischen Gesellschaft die Nachgespräche auf dem Festival und sie kön­nen so Impulse für den Treff und die Gespräche mit­ein­an­der set­zen.

Zur Vorbereitung der Jugend‐Jury gibt es einen Workshop mit der Geheimen Dramaturgischen Gesellschaft (GDG) zum Thema Festivalbegleitung und Gesprächsformate. Der Workshop fin­det am 06. – 07.04.2019 in Erfurt statt. Dabei steht auch ein gemein­sa­mer Theaterbesuch auf dem Programm. Der Workshop ist für 10 Jugendliche aus den ver­schie­de­nen Thüringer Theatern offen, fünf von ihnen wer­den dann die Jugend‐Jury bil­den.

Auf Theaterfestivals ist der GDG immer wie­der auf­ge­fal­len, dass man haupt­säch­lich mit Leuten redet, die man schon kennt und das die span­nends­ten Gespräche mit “Neuen” in der Schlange vorm Essen oder zufäl­lig an der Bar ent­ste­hen. In den “offi­zi­el­len” Gesprächen reden oft immer die­sel­ben und zu einem pro­duk­ti­ven, wert­schät­zen­dem und kri­ti­schen Austausch, der für alle berei­chernd ist, kommt es sel­ten. Wie kann man das ändern? Und was kann eine Jugend‐Jury dazu bei­tra­gen? Gemeinsam mit Saskia Scheffel und Vincent Kresse von der GDG wer­den Strategien gesucht, um posi­tiv auf Festivals ein­zu­wir­ken, Gesprächsformate aus­pro­biert und Sehgewohnheiten hin­ter­fragt.

Wer Lust hat Teil des Workshops und der Jugendjury zu sein mel­de sich bis zum 25.März in der Geschäftsstelle der LAG Spiel+Theater Thüringen bei Uta Homberg unter spiel-und-theater@lag-thueringen.de.

Weitere Termine:

1.5. – 15.06.2019: Sichtung der Bewerbungsvideos

Zeitraum: 24. – 28.06.2019: ein­tä­gi­ge Jury‐Sitzung, Erfurt

17. – 20.10.2019 Teilnahme am Festival

3. Klausurtagung der GDG

Wir haben 2018 an so vie­len Projekten gear­bei­tet wie noch nie. Ein Wochenende lang haben wir uns des­halb bei unse­rer 3. Klausur vom 16.–18.11. Zeit genom­men das ver­gan­ge­ne Jahr zu reflek­tie­ren und das kom­men­de Jahr anzu­den­ken und vor­zu­be­rei­ten. Unser Dank geht an die­ser Stelle noch ein­mal an das Stellwerk Weimar für das Zurverfügungstellen der Räumlichkeiten.

Außerdem haben wir uns Zeit genom­men unser Format der Preisverleihung zu pro­ben. In Ermangelung eines Festivalprogramms haben wir dafür Youtube‐Videos benutzt. Hier die Ergebnisse:

Bester Schnitt – Kung Fury → https://www.youtube.com/watch?v=bS5P_LAqiVg

Größtes Fremdschämpotential – Service is Selling → https://www.youtube.com/watch?v=LXmShIyjJvg

ange­mes­se­ne Länge – Too many cooks → https://www.youtube.com/watch?v=QrGrOK8oZG8

Bester Hintergrund – BP Spills Coffee → https://www.youtube.com/watch?v=2AAa0gd7ClM

Klarster Moment von „Das kann ich auch“ – 3 Minute Meal → https://www.youtube.com/watch?v=Vf8fB7DUSkg

Aufregendste Bartfrisur – The Horribly Slow Murderer with the Extremely Inefficient Weapon by Richard Gale → https://www.youtube.com/watch?v=9VDvgL58h_Y

Größtes Ego – David für die stand­haf­te Vertretung eige­ner Positionen in der Preisverleihung

Schönste Auflösung – 3 minu­te meal → https://www.youtube.com/watch?v=Vf8fB7DUSkg

Beste Nahaufnahme – Die Nuss

Klarste Form – too many cooks → https://www.youtube.com/watch?v=QrGrOK8oZG8

fast ero­tischs­ter Moment – Ylvis – The Cabin → https://www.youtube.com/watch?v=ua1FAlHt_Ys

Schönstes Objekt – Die hand­ge­trie­be­ne Kupferschüssel aus Cooking with Apples – The Victorian Way → https://www.youtube.com/watch?v=v9xvCuO33Ao

Das Ding will ich haben – Der Mixer aus „Will It Blend? Iphone X“ → https://www.youtube.com/watch?v=KWqw5SpITg8

Bestes Zusammenspiel – Jumpin Jive – Cab Calloway and the Nicholas Brothers → https://www.youtube.com/watch?v=_8yGGtVKrD8

buf­figs­ter Buffer – Wintergatan – Marble Machine → https://www.youtube.com/watch?v=IvUU8joBb1Q

Authentischster Dialekt/Akzent – Der Rasssismus Workshop → https://www.youtube.com/watch?v=tWpyfxxL6Lc

Hintergründigste Hintergrundmusik – Selling is Service → https://www.youtube.com/watch?v=LXmShIyjJvg

Avant Art 2018

Bereits zum drit­ten Mal war die GDG Teil des Avant Art Festivals der frei­en Thüringer Theaterszene. Zwei pro­fes­sio­nel­le und drei Amateur‐Produktionen waren ein­ge­la­den, ihre Inszenierungen im art der stadt in Gotha zu zei­gen.

Ein gro­ßer Teil des Festivals fand im „Fundament“ statt, der gera­de ent­ste­hen­den Spielstätte des thea­ters der stadt. Damit bekam auch unser Basislager dort sein Zuhause, inklu­si­ve gemal­tem Wohnzimmer mit Kamin, fal­schem Tierfell und fla­ckern­dem LED‐Feuer. Da der Raum Stück für Stück reno­viert wird, durf­ten das Publikum und wir alle unfer­ti­gen Wände direkt bema­len, beschrei­ben und bekle­ben. So wur­de auf die Frage „Was unter­schei­det Profis von Amateuren?“ ein­fach mit Edding auf dem Kalk geant­wor­tet und neue Themenvorschläge in der Sprechblase „Ich will über … reden“ ange­bracht. Außerdem ver­stärk­ten eine Tag‐und‐Nacht‐Kaffee‐Station sowie eine rege Kreidestift‐auf‐den‐Toiletten‐Diskussion das Basislager. Am Samstag luden wir zu einem Long Table unter der Frage „Was kann/muss ein Festival?“.

Beim Avant Art wer­den vor Ort ein Jury‐ und ein Publikumspreis ver­ge­ben. Nach der letz­ten Aufführung konn­te bei uns auf die Preisträger*innen gewet­tet wer­den. Unter dem weit­hin ver­nehm­ba­ren Ruf „Wetten, Wetten, Wetten! Fun, Fun, Pfand!“ wuchs die Bieramide der gesetz­ten Bierdosen (es lag übri­gens nur eine Person mit ihrer Prophezeiung rich­tig). Parallel baten wir die Festivalgemeinschaft nach neu­en Preiskategorien und ver­teil­ten schließ­lich wäh­rend der offi­zi­el­len Preisverleihung auf Grundlage des­sen fünf Auszeichnungen, dotiert mit jeweils 25 ct (ein Dosenpfand) an die ein­ge­la­de­nen Inszenierungen.

Beste Fitness: „Verwandlung“ (Greizer Theaterherbst)

Beste Tierdarstellung durch Menschen: „Hundegrenze“ (Studio 44 Nordhausen)

Klarste Farben: „Antrag abge­lehnt“ (thea­ter der stadt gotha)

Alle 30 Themen unse­rer Zeit mit drin: „Konsequenzen“ (Tanztheater Erfurt)

Schimpfwortfülle: „Alice in Runwayland“ (stell­werk Weimar)

Wir bedan­ken uns, auch in die­sem Jahr wie­der Teil des Avant Art Festivals gewe­sen sein zu dür­fen und bli­cken gespannt auf die wei­te­ren Entwicklungen der frei­en Thüringer Theaterszene.