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Monat: Juni 2020

Die Woche für nicht-infektiöse Begegnungsformate

Ein Erfahrungsbericht von Laura Kallenbach

Ich ver­mis­se Theater. Ich ver­mis­se die gemein­sa­me Raumerfahrung, die unru­hi­ge, erwar­tungs­vol­le Spannung bevor es los geht, bekann­te Gesichter zu tref­fen und allei­ne in der Zuschauer*innengruppe unter­zu­ge­hen, wenn das Licht schumm­ri­ger wird. Ich ver­mis­se Staubpartikel im Scheinwerferlicht, Sätze, die auf der Bühne und in mei­nem Kopf nach­hal­len, Körper, die vor mir, neben mir, hin­ter mir aktiv sind, atmen, reagie­ren, zuhö­ren, arbei­ten. Ich ver­mis­se schö­ne Menschen, die an der Bar im Foyer ste­hen und im Nachgespräch schlaue Sachen sagen und wich­ti­ge Fragen stel­len. Ich ver­mis­se Auseinandersetzung, mit mir, mit ande­ren.