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Monat: Oktober 2017

2. Klausurtagung der GDG

Nach einem auf­re­gen­den und viel­sei­ti­gen Jahr 2017 hat sich die Geheime Dramaturgische Gesellschaft freund­li­cher­wei­se in die Räumlichkeiten vom art der Stadt e.V. Gotha zur Klausurtagung zurück­zie­hen kön­nen. Wir haben das Jahr Revue pas­sie­ren las­sen und uns gegen­sei­tig von den letz­ten Aktivitäten auf dem 23. Treff Junges Theater Thüringen, den Filmtagen der baye­ri­schen Schulen und dem State of the Art Hildesheim berich­tet. Wenn man ver­su­chen wür­de das Jahr 2017 in Zahlen dar­zu­stel­len sähe das wahr­schein­lich so aus:

2 Beobachtungs und Dokumentationsaufträge
2 Klausurtagungen der GDG
1 Jahrestagung der GDG
2 Publikationsbeteiligungen
3 Neukonzipierte Nachgesprächsformate
10 Testläufe der neu­kon­zi­pier­ten Nachgesprächsformate
3 kon­zi­pier­te und durch­ge­führ­te inter­na­tio­na­le und natio­na­le Workshops
1 Preisverleihung
1 Logo
1 Facebook Seite
1 neue Website
6 besuch­te Festivals
1 besuch­ter Fachtag
2 besuch­te Werkstatttage
7 neue Arbeitspartner*innen
3 Lagerfeuer
4 Sprachziergänge
200 Klebepunkte
300 Kugelschreiber
800 E-Mails
1000 Post its
unzäh­li­ge goog­le docs

Wir haben, nach­dem wir uns gemein­sam aller Aktivitäten und Geschehnisse des ver­gan­ge­nen erin­nert haben, die indi­vi­du­el­len (Zukunfts-)Vorstellungen und Interessen – hier sind auch eini­ge kom­plett neue for­mu­liert wor­den – inner­halb der GDG aus­ge­lo­tet und geklärt, wer wie in Zukunft wei­ter­ma­chen will. Natürlich haben wir uns die­ses Wochenende nicht nur in Form des Zurückschauens mit dem Jahr 2017 aus­ein­an­der­ge­setzt son­dern haben uns auch viel Zeit genom­men unse­re bis­he­ri­gen Formate zu reflek­tie­ren und zu befra­gen. Wir haben her­aus­ge­ar­bei­tet was gut funk­tio­niert und an wel­chen Schrauben man in man­chen Formaten noch dre­hen muss, damit sie für ein Publikum als Gesprächsimpuls funk­tio­nie­ren kön­nen. So brach­te zum Beispiel die Diskussion des Formats „Preisverleihung“ am Ende kla­rer for­mu­lier­te Performer*innenhaltungen, Spielregeln und ver­schie­de­ne Antworten auf die Fragen „Warum spre­chen wir?“ her­vor. Zum Abschluss began­nen wir damit das Jahr 2018 zu pla­nen. Die Kalender wur­den gezückt, Termine abge­spro­chen und mög­li­che Arbeitskonstellationen ent­wor­fen. Wir haben eini­ges vor und die ers­ten Gespräche über mög­li­che Zusammenarbeiten haben schon begon­nen. Wir sind gespannt und hal­ten euch natür­lich auf dem Laufenden, denn wir wol­len mit euch reden.

 

30 Filme in 30 Stunden Festival

Zum ers­ten Mal war die GDG mit der Einladung zur Festivalbeobachtung der 40. Filmtage baye­ri­scher Schulen (12.–15.10.2017, Gerbrunn) auf einem Filmfestival aktiv. Als Externe durf­te ich das Festival beglei­ten und einen Blick auf die Gesprächskultur wer­fen. In den drei­ßig Stunden in denen ich da war habe ich 30 Kurzfilme gese­hen und bespro­chen. Die Vielfalt war immens. Die Filme dau­er­ten von 90 Sekunden bis 30 Minuten. Es waren 1 – 400 Personen betei­ligt, pro­du­ziert waren sie von Grund-, Haupt-, Förder-, Real-, Gymnasial- oder Berufsschüler*innen in mehr oder weni­ger enger Betreuung durch zumeist aus­ge­bil­de­te Filmlehrer*innen. Das waren Spielfilme, Animationsfilme, Werbefilme, Legetrickfilme, Sciencefiction und Dokumentarfilme. Die basier­ten auf Ideen von Schüler*innen, der unmit­tel­ba­ren Lebenswirklichkeit, Unterrichtsinhalten, der Ausrichtung des Förderantrags oder einem lang geheg­ten Traum.

Die Begeisterung fürs Filmemachen war von den rou­ti­nier­ten Urgesteinen, die die­ses Festival seit 40 Jahren beglei­ten, genau­so zu spü­ren wir bei den jun­gen, auf­stre­ben­den Crews.

Der Raum für Gespräche ist ein­ge­tak­tet in ein vol­les Programm: Die „Besprechungen“ fin­den jeweils im Anschluss an die Blöcke des aus 34 Filmen bestehen­den „Hauptprogramms“ statt. Ein span­nen­des Festival, in das sich die GDG sehr ger­ne ein­klin­ken würde!

Im nächs­ten Schritt ist die GDG ein­ge­la­den, beim Auswertungs- und Planungstreffen am 11. Dezember 2017 in der Fortbildungsakademie für Lehrer*innen in Dillingen dabei zu sein. Das lässt und hof­fen im nächs­ten Jahr an den 41. Filmtagen bay­ri­scher Schulen in Holzkirchen mit­wir­ken zu können.
Hier ein Ausschnitt aus der Festivalbeobachtung, die ich für das Festival geschrie­ben habe:

Abspann – ein Toast
Auf die Kraft der Pause und der Überforderung!
Auf akti­vie­ren­de Gesprächsformate!
Auf Gedankenanstöße!
Auf die Unabgeschlossenheit von Diskussionen!
Auf offe­ne Fragen!
auf die Streitkultur und die Kritikfähigkeit!
Auf den Mut zum infor­mel­len Gespräch!
Auf (sebst)bewusste Filmrezipient*innen!
Auf weib­li­che und jugend­li­che Vorbilder im Film!
Auf Schwimmbäder in Schulen und Festivalorten!
Auf die Transparenz!
Auf die Vielfalt der Filme an Schulen und die Menschen hin­ter diesen!
Auf unse­re Zusammenarbeit und den fort­ge­setz­ten Diskurs!
Auf das Sprechen über Gespräche!
Auf die jah­re­lan­ge Erfahrung, die Lust an der Veränderung und auf 40 wei­te­re Jahre Filmtage an bay­ri­schen Schulen!